Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Archiv für Februar 2010

Nur ein Bild

Geschrieben von princo am 24.02.2010

Veröffentlicht in Rätsel | Getaggt mit: | 4 Kommentare »

De mortuis nihil nisi bene

Geschrieben von princo am 22.02.2010

Es kommt zum Glück nur sehr selten vor, daß mich jemand untertags anruft, um mir mitzuteilen, daß etwas Schlimmes passiert sei.

Heute war es die Kunde, daß sich der Freiherr selbst entleibt hat. Ich hatte mit ihm nie etwas zu tun, doch das, wofür er bekannt war, mochte ich nicht.

Es gab viele Menschen, die mit ihm ein Problem hatten, aber in den Quellen, die ich so lese, überwiegt die Anteilnahme und die Bestürzung über diesen finalen Schritt.

Dem möchte ich mich anschließen.

Veröffentlicht in Sonstiges | 3 Kommentare »

Lesebefehl: „Wir hätten da gerne einmal ein Problem.“

Geschrieben von princo am 10.02.2010

Realsatire in Reinkultur, bitte weiterlesen bei annalist.

Veröffentlicht in Abuse, Politik, Subtext | 1 Kommentar »

Warnung vor: www.musiker-in-deiner-stadt.de

Geschrieben von princo am 09.02.2010

Daß das Internet ein Platz für Abzocker und Betrüger ist, dürfte mittlerweile jedermann bekannt sein. Würde ich über alles berichten, was mir so unter kommt, dann hätte ich viel zu tun. Daher beschränke ich mich auf die besonders ungewöhnlichen oder besonders dreisten Maschen, auf die ich aufmerksam werde.

Beim Bloggerkollegen Dobschat stolperte ich gestern vor einigen Tagen über diesen Artikel. Ich folgte den dortigen Links, und las mich etwas durch die ganze Angelegenheit. Sehr schnell wurde klar, daß dies ein Thema für mein Blog ist, weil die Sache besonders perfide und dreist aufgebaut ist. Außerdem stellt sich einem fast zwangsläufig die Frage, ob die „Hintermänner“ noch alle Latten am Zaun haben.

In einem meiner letzten Artikel hatte ich herausgearbeitet, daß die Vertreter der Nutzlosbranche gerne schon im Vorfeld ihre Opfer verhöhnen (Stichwort „Jogginghose„). Bei musiker-in-deiner-stadt.de wird dies allerdings zum zentralen Geschäftskonzept gemacht.

Die Webseite wirbt mit dem Spruch Sind Sie ein Musiker? Ob Anfänger oder Profi, tragen Sie sich
kostenlos ein damit andere Musiker Sie finden können!“
. (Zeichensetzungsfehler wie im Original, Hervorhebung durch mich).

Klingt ja erstmal gut. Auch in den „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ steht NICHTS von irgendwelchen anfallenden Kosten. Es sieht also nach einen durchaus seriösen Angebot aus.

Wie finanziert sich dieses tolle Angebot wohl? Nun, großartige Werbung kann man auf dieser Webseite nicht sehen, also fällt dieser Aspekt schon einmal flach.

Die Sache erhellt sich allerdings, wenn man sich etwas im Netz umschaut.

Kleiner Ausflug: Die Wikipedia schreibt zum Thema „Betrug“:

Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Worin liegt das Problem? Nun, hinter diesem Angebot scheint jemand zu stecken, der allem Anschein nach, von einer Form des Größenwahns befallen ist (Morbus Bahlsen), aber dazu kommen wir später.

Wie funktioniert das? Den vorliegenden Berichten zufolge, funktioniert die Abzocke folgendermaßen:

Wer sich auf diesem „Portal“ registriert, um z.B: neue Bandmitglieder zu aquirieren, unterwirft sich pauschal den nicht näher definierten Benutzungsbedingungen. Sorry; es gibt zwar so etwas wie Nutzungsbedingugen, aber in denen werden nur Sanktionen gegen etwaiges Fehlverhalten definiert, was grundsätzlich auf eine Sperrung des Accounts hinausläuft. Die nötigen Kriterien dafür werden nicht erläutert.

Und das liegt der Hase im Pfeffer begraben: Aus diesen Sperrungen kann man sich nur durch die Zahlung einer gewissen Summe frei kaufen. Der Witz dabei ist, daß die Gründe für eine solche Sperrung völlig willkürlich gewählt sind, und an keiner Stelle dargelegt werden. Selbst die Nachfragen nach den Gründen für eine Sperrung werden mit weiteren Sanktionen „geahndet“.

Glaubt man den bisherigen Berichten Betroffener, dann kann bereits die Verwendung völlig normaler Worte (wie z.B. „grün“ oder „Telefon“) im Benutzerprofil als Verstoß gewertet werden. So etwas ist völlig lebensfremd, und riecht ganz extrem nach Abzocke, es sei denn, man hat einen gewissen Hang zum Masochismus (dann würde sich dieses Angebot u.U. sogar lohnen).

Verantwortlich für diese Webseite sind angeblich:
Rueger Claudio und Leroux Pascal
Ligusterstr. 46
D-90560 Wendelstein

Erstaunlich ist, daß diese Methode wohl schon seit einigen Jahren funktioniert.

Meine Meinung dazu:

Rueger Claudio und Leroux Pascal spiegeln seit geraumer Zeit mittels vieler verschiedener international gestalteten Webseiten den Eindruck vor, daß hier eine Art Vermittlungstätigkeit ausgeübt wird. Diese Tätigkeit läßt sich allerdings nicht belegen. Es gibt keine Hinweise darauf, daß hier regelmäßige erfolgreiche Vermittlungen stattfinden, ich habe jedenfalls keine gefunden.

Die Gestaltung der diversen Internetpräsenzen sowie unabhängige internationale Erfahrungsberichte lassen nur den Schluß zu, daß es einzig und allein darum geht, etwaigen Interessenten mit völlig hirnrissigen „Strafzahlungen“ das knappe Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dafür irgendeine Gegenleistung bereitstellen zu können.

Ob das jetzt den Straftatbestand des Betrugs erfüllt, kann ich nicht beurteilen, aber ich denk mir meinen Teil.

Und weil es gerade so kuschelig ist: Es geht das Gerücht um, daß Rueger Claudio und Leroux Pascal ihre Anwälte losschicken, um negative Berichte über ihr Geschäftskonzept zu unterbinden.

Jepp, das hier ist ein Bericht, der nicht besonders positiv ist, und wenn jetzt irgendwelche XXX (entfernt wg. Selbstzensur) dagegen tätig werden wollen, dann muß das wohl so sein.

Aber, ich habe hier nur ca. 20% von dem abgelassen, was ich in einem regulären Verfahren vortragen würde.

Was mir übrigens auch aufgefallen ist: Während der Registrierungsprozedur werden einem die Nutzungsbedingungen (aka „der „Sklavenvertrag“) per Popup-Fenster angezeigt. In diesen Fenstern fehlen sämtliche Navigationselemente, und auch das Kontextmenü ist abgeschaltet. Somit kann man sich diese „Nutzungsbedingungen“ auch gar nicht ausdrucken. Ein Schelm, wer dahinter eine gewisse Absicht vermutet….

Beeindruckend übrigens auch der latente Hang zum Größenwahn zur Expansion: Die Betreiber sind „international“ tätig, haben verschiedene landesspezifische Domains registriert, und hauen damit kräftig auf die Pauke. So gibt es tatsächlich 13 verschiedene „Landesreferate“. Diese werden allerdings offensichtlich zentral verwaltet….

Fazit:

An dieser Stelle kann ich mich nur Carsten anschließen: Es gibt bestimmt eine Reihe besserer, einfacher, und problemloserer Möglichkeiten an Mitmusiker o.ä. heran zu kommen. Um Musiker-in-deiner-Stadt werde ich jedenfalls einen großen Bogen machen.

Veröffentlicht in Abuse, Musik | Getaggt mit: , | 18 Kommentare »

Aufstacheln zum Angriffskrieg (§80a StGB)

Geschrieben von princo am 05.02.2010

Wer im räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zum Angriffskrieg (§ 80) aufstachelt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Quelle: dejure.org

Und auch im Grundgesetz steht etwas dazu:

Artikel 26:

Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

Quelle: dejure.org

Mit diesem Gesetzestexten im Hinterkopf jetzt einfach mal diesen Artikel von Daniel Pipes in der Welt lesen: „Barack Obama sollte den Iran bombardieren“.

via fefe (wem sonst?)

Hinweis: Natürlich ist mir klar, daß sich die o.a. Paragraphen nur auf die Verwicklung der Bundesrepublik Deutschland in einen Angriffskrieg beziehen, aber das hindert mich nicht daran, den verlinkten Welt-Artikel extrem ekelhaft zu finden.

Das ist einfach nur widerlich.

PS: Bitte redet euch hinterher nicht damit heraus, ihr hättet von nichts gewußt.

Veröffentlicht in Abuse, Politik | Getaggt mit: , , | 5 Kommentare »

 
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