Liebe Leute, die ihr über diesen Suchbegriff hier her gekommen seid: Das, was ihr sucht, befindet sich HIER (wenn nicht gerade irgendein Schwachmat den Artikel gelöscht hat).
Archiv für die Kategorie ‘Internet’
Themen aus der Online-Welt.
Schokoladen-Fruchtzwerg
Verfasst von princo am 23.11.2009
Veröffentlicht in Internet, Lustig | Verschlagwortet mit : Irrläufer | Kommentar schreiben »
Lustiges Geldverbrennen bei verdienstflatrate.de
Verfasst von princo am 22.11.2009
(Anmerkung: Die Fertigstellung dieses Artikels wurde immer wieder verzögert, weil ich von einem Lachanfall in den nächsten taumelte.)
Eine gute Gelegenheit, die eigene Doofheit unter Beweis zu stellen, bietet einem die Webseite des „Clubs der Millionäre“ an.
Auf dieser Webseite wird einem die unglaubliche Möglichkeit suggeriert, mit dem lächerlichen Einsatz von nur 49,99 Euro innerhalb von fünf Monaten einen Verdienst von 24.950,00 Euro zu erwirtschaften.
„Erwirtschaften“ ist allerdings ein viel zu schwacher Begriff, denn nur allzu leicht könnte man auf die Idee kommen, daß man dafür auch etwas tun müßte:
Aber nein! Der Deppengenerator auf verdienstflatrate.de sagt doch tatsächlich:
Warum ist dieser Mann eigentlich nicht in der Regierung? Der hat doch die Lösung für seine eigenen sämtliche Geldprobleme glasklar dargelegt. Ich dachte ja immer, daß die Matrazentestermasche die Krönung des Schwachsinns darstellt, aber das Kerlchen hier toppt das alles.„Ihr Verdienst steigt Monat für Monat in die Höhe und das vollautomatisch, ohne dass Sie was machen müssen.“
In dem Stil geht es weiter. Die Aussagen auf der Webseite sind widersprüchlich und wenig glaubhaft. So wird ständig von immensen Gewinnmöglichkeiten fabuliert, aber es wird nirgends der konkrete Ablauf dargelegt. Die „Teilnahmebedingungen“ können jederzeit nach Lust und Laune vom Veranstalter geändert werden und wenn man sich mal die (unsinnige) Mühe macht, das dort aufgebaute Luftschloß durchzurechnen, so stellt man sofort fest, daß diese ganze Sache nicht mal im Ansatz funktionieren kann.
Aber es kommt noch viel besser: Auf dieser verdienstflatrate-Seite gibt es eine Unterseite „Nachweise“, auf der „der Rechtsanwalt“ [sic!] (welcher namentlich nicht näher bezeichnet wird), den angeblichen Nachweis erbringt, daß die ganze Angelegenheit kein Schneeballsystem sei, und daß die betreffende Webseite rechtlich einwandfrei wäre. Diese Nachweise werden in Form von eingescannten Dokumenten geführt, bei denen es einige Auffälligkeiten gibt. So wurde z.B. der Name und die Kanzlei des Rechtsanwalts unkenntlich gemacht. Außerdem fehlt eine Seite, was sich aus der unterbrochenen Seitennummerierung erkennen läßt. Nur ein Versehen? Was steht denn auf der fehlenden Seite? Update: Die angeblichen Nachweise des Rechtsanwalts wurden jetzt von der Seite entfernt.
Die Seiten wurden lt. Dokumenteninformation am 19.11.2009 eingescannt. Am 21.11.2009 22:57 Uhr stellte jemand auf frag-einen-anwalt genau die gleichen Fragen zu diesem Themengebiet. Hieß der Fragesteller zufällig Thomas Wos, und wenn ja, warum gibt jemand doppelt Geld aus, um eine Frage zu klären, die doch so absolut wasserdicht ist?
Es mag ja möglich sein, daß die Seite über die Verdienstflatrate juristisch korrekt ist, obwohl ich da persönlich ganz anderer Meinung bin, aber das sagt überhaupt nichts über die Seriosität des Konzepts aus. Zum Einen kann einem jeder Grundschüler vorrechnen, daß die Sache rein mathematisch nicht funktionieren kann, und zum Anderen sollte dies einem auch der gesunde Menschenverstand sagen. Zu diesem Thema gibt es übrigens HIER eine sehr schöne Diskussion, und ich bin wirklich gespannt, was das zuständige Finanzamt von dieser tollen Flatrate halten wird
Wer bei einem solchen System mitmacht, der leidet wohl unter einem gehörigen Realitätsverlust, und dem ist wahrscheinlich nicht zu helfen. Aber wie sieht es eigentlich mit dem Seitenbetreiber aus?
Betrieben wird die Seite von Thomas Wos aus Dettenheim, seines Zeichens „Geschäftsführer“ und „International Director“ diverser Unternehmungen, deren Bekanntheitsgrad und erkennbare Geschäftstätigkeit irgendwo bei unter Null angesiedelt ist.
Beispielsweise bei dem Anzeigenblatt(?) „Südwestblatt“. Laut Eigendarstellung erreicht diese Zeitschrift(?) mit einer wöchentlichen/monatlichen/unregelmäßigen erfundenen Auflage von 150.000 Stück einen Leserkreis(?) von 330.000 Personen. Laut dem o.a. Xing-Profil hat dieses Blatt angeblich sogar 4.000 Abonnenten (lol).
Grund genug, sich dieses geniale Machwerk des deutschen Printhandwerks mal näher anzuschauen, oder vielmehr dessen Online-Ableger. Gut, es gibt sicher hübscher gestaltete Seiten, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Entscheidend ist doch, daß hier den Anzeigekunden eine attraktive Möglichkeit gegeben wird, den eigenen Umsatz anzukurbeln (Wirtschaftskrise und so).
Dummerweise ist der Anzeigenteil, welcher online einsehbar ist, ziemlich … leer.
OK, da habe ich vielleicht nur falsch geschaut, oder die machen gerade einen stillen Relaunch der Webseite und die Anzeigen sind deshalb gerade nicht verfügbar, das kann ja alles mal vorkommen.
Ein befreundete rumänische Hackergruppe konnte mir glücklicherweise weiterhelfen. Mittels einer speziellen Crackersoftware machte sie den KOMPLETTEN DATENBESTAND sämtlicher Anzeigenkunden des „Südwestblattes“ sichtbar (LINK). Die Daten reichen bis weit an die Gründungszeit des Anzeigenblattes zurück. Damit haben wir einen weiteren Datenskandal, der schmerzlich an die Vorgänge bei der Telekom und StudiVZ erinnert.
Ein weiterer herber Rückschlag für Thomas Wos, der auch mit dem Projekt „Fussballberater.com“ fürchterlich auf die Fresse gefallen ist (schaut mal ins dortige Forum: „Neuestes Mitglied: Admin“).
Aber halt! Da gab es doch mal die Seite „clubderreichen.de“ (derzeit ohne Inhalt). Vom Namen her klingt das ja fast so wie der o.a. „Club der Schwachköpfe Millionäre“. Lustig, daß diese Seite auch dem Thomas Wos gehört (hat dort zwar eine falsche Adresse angegeben, aber was soll’s). Lief dort etwa ein ähnliches System wie bei der verdienstflatrate.de? Wird der Verdienstflatrate womöglich das gleiche Schicksal ereilen wie dem „Club der Reichen“, oder dem Südwestblatt, oder den lustigen Fußballberatern? Warum hat Thomas Wos anscheinend so wenig Glück bei seinen Unternehmungen? Liegt es vielleicht daran, daß diese ganzen Geschäfte bisher reine Luftnummern waren? Wieso sollte ausgerechnet die „Verdienstflatrate“ das erste erfolgreiche Projekt von jemanden werden, der bislang noch nie etwas auf die Kette bekommen hat?
Mit dieser Meinung stehe ich übrigens nicht alleine da. So gibt es auf mlm-abzocker.com einen netten Artikel über diesen Intelligenztest für Minderbemittelte, und auch auf szene-insider.com kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus.
Fast hätte ich ich noch das Projekt „urlaub-wohlstand.com“ vergessen, bei dem Herr Wos als „Internationaler Coastal Vacations Direktor“ fungiert. Dort findet sich übrigens sogar ein Photo von Herrn Wos, welches ihn möglicherweise beim Kacken zeigt:
Zu „urlaub-wohlstand.com“ gibt es natürlich eine schöne Krankenakte, und hier auch.
Erstaunlich, wie sehr sich jemand auf die unsinnigsten Dinge einläßt, nur um zu vermeiden, seinen Lebensunterhalt mit ehrlicher Arbeit verdienen zu müssen.
Für die Leute, die meinem an diesem verkappten Schneeballsystem der „Verdienstflatrate“ dennoch teilnehmen zu wollen, habe ich hier eine nette Geschichte, deren Ursprung dem Komiker Karl Valentin zugeschrieben wird:
Sitzen zwei Männer im Zug.
Der eine isst Apfelkerne.
Da fragt der andere:
„Warum essen sie denn Apfelkerne?“
„Das macht intelligent.“
„Darf ich auch welche haben?“
„Ja, für fünf Euro.“
Er bezahlt fünf Euro, bekommt die Kerne und isst sie. Dann murmelt er kauend: „Eigentlich hätte ich mir für fünf Euro ja eine ganze Tüte Äpfel kaufen können!“
„Sehen sie, es wirkt schon!“
Veröffentlicht in Abuse, Internet, Lustig | Verschlagwortet mit : Abzocke, Bauernfänger, Dummenfang, Erfolglosigkeit, Schlitzohr, Thomas Wos | 15 Kommentare »
Vorstrafe wegen des Zitierens von Liedtexten
Verfasst von princo am 27.10.2009
Wie man hier oder auch hier nachlesen kann, ist das Zitieren von Liedtexten eine Sache, welche einem sehr schnell eine Vorstrafe einbringen kann. Wahlweise 500 Euro Geldstrafe oder 50 Tage Knast (keine Seifenwitze bitte). Wohlgemerkt: Es handelt sich dabei nicht etwa um indiziertes Liedgut, sondern um frei zugängliche Songs, deren Texte sich jedermann völlig ungehindert hier und hier ansehen kann.
Man könnte nun darüber diskutieren, ob die betreffenden Textpassagen womöglich gegen die AGB von wer-kennt-wen.de verstoßen haben, immerhin handelt es sich dabei um ein Portal, bei dem für die Teilnehmer ein Mindestalter von 14 Jahren gilt.
Es ist allerdings bemerkenswert, daß ein solches Urteil über einen Heranwachsenden gesprochen wird, ohne daß er überhaupt Kenntnis von dem Verfahren, geschweige denn die Möglichkeit einer Anhörung hatte.
Bin gespannt, wie die Sache weiter geht.
Veröffentlicht in Abuse, Internet, Musik | 1 Kommentar »
Battleship „fefes Blog“
Verfasst von princo am 22.10.2009
Der von mir sehr gern gelesene fefe hat in den letzten Tagen ein paar Bemerkungen in Richtung Wikipedia abgelassen.
Dann hat sich einer den Spaß gemacht, und einen Wikipedia-Artikel über fefes Blog verfasst. Bereits eine Minute nach Veröffentlichung hat jemand versucht, diesen Artikel löschen zu lassen.
Der absolute Knaller ist aber die derzeit laufende Löschdiskussion, bei der einigen Lösch-Trollen in der Wikipedia kein Argument zu dämlich ist, warum dieser Artikel unbedingt wieder verschwinden muß. Damit belegen sie aber (unfreiwillig?) genau die Kritikpunkte, welche fefe angesprochen hat.
Die Sache mit fefe und auch die Löschung des Artikels über MOGIS, was der eigentliche Auslöser war, zeigen sehr deutlich, daß die Wikipedia derzeit ein ganz massives Glaubwürdigkeitsproblem hat.
fefe hat einige sehr krasse Beispiele aufgeführt, die zeigen, wie in der Wikipedia systematisch Informationen verfälscht werden, Stichwort „zu Tode kürzen„.
Ja, die dortige Diskussion wird sehr aufgeregt und teilweise unsachlich geführt, wobei die Unsachlichkeit immer bei den Löschbefürwortern auftritt (könnt ihr in der Löschdiskussion leicht nachlesen).
Allerdings hat sich die Wikipedia-Community die Suppe selbst eingebrockt. Es geht gar nicht um den Eintrag von fefes Blog, sondern um das, was dieser Eintrag ausgelöst hat, und wie damit umgegangen wird. Der Eintrag selbst ist in gewisser Hinsicht tatsächlich nicht mal besonders relevant (fefe legt selbst gar keinen Wert darauf), aber um das zu verstehen, müßte man eine Weile bei fefe mitgelesen haben.
Interessant übrigens, daß sich die Wikipedia-Admins für ein Beibehaltung des Artikels aussprechen, sich aber gleichzeitig am liebsten in ein ganz dunkles Mauseloch verkriechen möchten, weil denen wohl noch am ehesten klar ist, welches Schwergewicht fefe in der Medienlandschaft tatsächlich darstellt.
Da wird in den nächsten Tagen noch ganz großes Kino in der Wikipedia stattfinden, und ich werde mich prächtig dabei amüsieren können.
Es besteht eine gewisse Hoffnung, daß die Wikipedianer den Warnschuß irgendwann doch verstehen, und anfangen, ihre ureigenen Probleme, was die Erstellung und Pflege einer Enzyklopädie betrifft, anzugehen.
Ich wünsche es ihnen jedenfalls von ganzen Herzen.
PS: Falls hier irgendwelche Meckerer aufschlagen, ich habe an der Wikipedia nie mitgearbeitet, und habe dies auch nicht vor. Allerdings habe ich mich über die Löschung von MOGIS-Verein und den anderen Manipulationen und faktischen Geschichtsfälschungen sehr aufgeregt. Das ist einfach eine riesige Sauerei gewesen, und ich bin fefe sehr dankbar, daß er die Dinge so auf den Punkt gebracht hat. Diese Ignoranz und Blockwartmentalität sollte es in der Wikipedia einfach nicht geben.
Veröffentlicht in Abuse, Internet, Lustig | Verschlagwortet mit : Blockwarte, Kleingärtner, Korinthenkacker | 3 Kommentare »
Datenaustausch und Synchronisation mit Dropbox
Verfasst von princo am 12.10.2009
Hier mal ein paar Ausführungen zur Software Dropbox. Kurz gesagt handelt es sich um einen Web-Datenspeicher, in welchem man Dateien ablegen, und zwischen mehreren Rechnern synchronisieren kann.
In der Grundausstattung werden einem 2 GB kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das ist zwar nicht besonders viel, aber zum Testen reicht das aus, und wer mehr Platz braucht, kann (dann allerdings kostenpflichtig) den Speicherplatz aufstocken. Schaut man sich die Sache etwas genauer an, wird man feststellen, daß dieses 2 GB-Limit mit ein paar simplen Tricks umgangen werden kann, aber dazu später mehr.
Der Grundgedanke bei Dropbox ist, daß man einen Ordner hat, der von Dropbox „beobachtet“ wird, und die dort abgelegten Dateien auf ein zentrales System synchronisiert. Hat man nun einen weiteren Rechner an seine Dropbox angeschlossen, so landen die Dateien automatisch auch auf diesem System. Verändert man eine Datei, so werden die Änderungen auch auf den anderen angeschlossenen Rechnern durchgeführt.
Das Schöne daran ist, daß man dabei die verschiedensten Betriebssysteme miteinander mischen kann, denn den Dropbox-Client gibt es für Linux, Macintosh, Windows und sogar für das iPhone. Das bedeutet, daß man auf diesem Weg über das Internet sehr einfach Dateien zwischen diesen Betriebssystemen austauschen kann.
Die Uploadrate beträgt ca. 65-70 kiB/s, eine 50 MB Datei wird in ca. 13 Minuten übertragen, was ziemlich langsam ist. Die Downloadrate kann allerdings erheblich schneller sein.
Der Photos-Ordner
In der Dropbox wird automatisch ein „Photos“ Ordner angelegt. Bilddateien, die hier hineinkopiert werden, können über ein Flash-Interface öffentlich angeschaut werden.
Der Public-Ordner
In der Dropbox wird automatisch ein „Public“ Ordner angelegt. Hier hineinkopierte Dateien sind öffentlich verfügbar. Den dazu nötigen Public-Link erhält man per Rechtsklick auf die einzelnen Dateien. Diesen Link kann man weitergeben, damit auch andere auf die Datei zugreifen können. Die Daten sind damit mehr oder weniger öffentlich, weil es keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen gibt.
Shared-Ordner
Innerhalb der Dropbox kann man Ordner mit anderen Dropbox-Besitzern sharen. Möchte z.B . Steve mit Alan Dateien austauschen, so gibt er einfach einen beliebigen Ordner der Dropbox für Alan frei. Die Inhalte des Ordners werden dann sowohl auf den Rechnern von Steve, als auch von Alan synchronisiert.
Größenbeschränkung
Wie bereits weiter oben angedeutet, läßt sich die Größenbeschränkung mit einem Trick umgehen (eher abmildern): Lädt man z.B. eine Datei mit 1,5 GB Größe hoch, kann man danach keine Datei mit 1 GB Größe hochladen. Löscht man die 1,5 GB Datei aber, dann kann man die andere Datei auch synchronisieren. Der Trick ist jetzt, daß man gelöschte Dateien innerhalb von 30 Tagen wiederherstellen kann. Man muß nur die 1 GB Datei auch löschen, damit man die 1,5 GB Datei wieder bekommt. Das Spiel läßt sich anscheinend beliebig wechselseitig ausweiten. Damit lassen sich selbst mit einem „kleinen“ Account beliebig viele Dateien verteilen. Ich weiß nicht, ob es hierbei ein Limit gibt, aber ich habe keins feststellen können.
Sicherheit und Privatsphäre
Knecht Ruprecht hat vorhin einiger Zeit auch einen Artikel zu Dropbox geschrieben, und dabei die Frage zur Sicherheit dieses Systems aufgeworfen. Diese Frage möchte ich hier beantworten.
Glaubt man den Aussagen auf der Webseite von Dropbox, so findet der Datenaustausch grundsätzlich verschlüsselt statt. Dies mag auch so stimmen, aber wenn man sich das System etwas genauer anschaut, dann relativiert sich diese Aussage sehr stark.
Die Kommunikation zwischen den eigenen Rechnern und den Servern von Dropbox ist zwar verschlüsselt, aber die eigentlichen Daten werden dort anscheinend unverschlüsselt abgelegt. Es mag sein, daß die Mitarbeiter von Dropbox keinen direkten Zugriff auf die Dateien haben, aber das ist m.E. mehr eine organisatorische als eine technische Frage.
Wie ich darauf komme?
Ganz einfach: Ich habe testweise mal eine etwas größere Datei (so um die 800 MB) in meinem Dropbox-Ordner kopiert. Normalerweise hätte es jetzt mehrere Stunden gebraucht, damit die Datei synchronisiert wird, aber mir wurde schon nach wenigen Sekunden angezeigt, daß die Synchronisation erfolgreich abgeschlossen war. Ich hielt das zuerst für einen Fehler, und wollte schon die ganze Software in die Tonne kloppen, habe mir die Sache dann nochmal angeschaut.
Ich habe dann eine weitere Datei in der gleichen Größenordnung in die Dropbox kopiert, und auch hier das gleiche Ergebnis: Sofortige Synchronisation in allerkürzester Zeit.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, daß ich *hüstel* nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, der, diese *räusper* beiden Dateien auf seinem Rechner hat.
Ich habe dann den Test mit eingen größeren Dateien welche nur aus Zufallszahlen bestehen wiederholt, und komme zu den folgendem Ergebnissen:
Bei jeder zu übertragenden Datei wird zuerst ein Hashwert ermittelt. Wurde bereits eine Datei gleicher Größe und mit dem selben Hashwert hoch geladen, so wird die Datei sofort als bereits synchronisiert angezeigt. Das gilt auch dann, wenn die ursprüngliche Datei schon längst dauerhaft gelöscht (purge) wurde!
Daraus ergeben sich wiederum folgende Schlußfolgerungen: Man kann bei Dropbox keine Dateien wirklich dauerhaft löschen. Alles was jemals dort hochgeladen wurde, kann jederzeit wieder hergestellt werden.
Das bedeutet außerdem, daß die Daten der einzelnen Nutzer nicht individuell verschlüsselt werden, sondern entweder alle den gleichen Schlüssel nutzen, oder die Daten auf dem zentralen Servern unverschlüsselt abgelegt werden, und höchstens die eigentliche Übertragung verschlüsselt ist.
Für die Ablage von sensitiven Informationen ist Dropbox daher nicht ohne weitere Maßnahmen geeignet. Das sagen auch die Betreiber von Dropbox, und zeigen in den dortigen Tips&Tricks sogar eine Lösungsmöglichkeit dafür auf. Wenn man den eigenen Dropbox-Ordner verschlüsselt, kann man diesem Problem aus dem Weg gehen, allerdings fängt man sich dann ein anderes Problem mit dem gleichzeitigen Zugriff auf die Dropbox ein. Bei der normalen Synchronisation zwischen Heim- und Arbeitsplatzrechner ist das allerdings irrelevant.
Unter Privacy-Aspekten betrachtet, ist der normale Einsatz von Dropbox m.E. ungefähr mit dem Versand von unverschlüsselter eMail vergleichbar.
Auf der anderen Seite eröffnet sich allerdings eine ziemlich reizvolles Anwendungsgebiet: Der Quelltext für den Client liegt ja im Sourcecode vor, beim Upload einer Datei wird ein Hashcode errechnet, wenn der schon vorhanden ist, ist es so, als ob die Datei schon hoch geladen wurde. Wenn nun jemand auf die Idee kommt, den Sourcecode so zu verändern, daß man den Hashcode und die Dateigröße selbst übergeben könnte, und wenn dann noch irgendwo im Netz Listen mit den Hashcodes und den Dateigrößen zu diversen sehr „beliebten“ Dateien liegen würden, ja, dann hätte man schon ein ziemlich gutes System, um „beliebte“ Dateien heimlich still und leise auf seinen Rechner zu bekommen, wenn ihr wisst, was ich meine.
Die Frage ist nur, ob dieser Dienst das lange durchhalten kann, wenn diese Möglichkeit in der Masse ausgenutzt werden sollte
Wenn ihr euch über diesen Link bei Dropbox registriert, bekomme ich dort etwas zusätzlichen Speicherplatz. Darauf bin ich zwar nicht angewiesen, aber nett wäre es trotzdem
Wer weiß, vielleicht könnte man darüber auch untereinander mal die eine oder andere „beliebte“ Datei austauschen…
Veröffentlicht in Internet, Software, Technik | Verschlagwortet mit : dropbox, exchange, Filesharing | 4 Kommentare »
Und es geht doch: Getty Images ins Blog einbinden
Verfasst von princo am 08.10.2009
War es bislang eine Garantie für eine ruinöse Abmahnung, wenn man ein Bild der Agentur „Getty Images“ auf der eigenen Webseite verwendete, so ist dies anscheinend seit vorgestern nicht mehr der Fall, wenn man einige Regeln beachtet.
Es konnte sehr schnell passieren, daß einem eine Rechnung von 1.700 Euro pro Bild ins Haus flatterte.
Eine legale Möglichkeit solche Bilder dennoch zu verwenden, stellt die Webseite PicApp dar. Dort finden sich haufenweise aktuelle Bilder verschiedener Anbieter (u.a. auch Getty Images), welche man ganz einfach (und kostenfrei) auf die eigene Webseite übernehmen kann. Dafür ist noch nicht einmal eine Registrierung nötig. Für wordpress.com-Nutzer gibt es noch ein besonderes Gimmick dazu, denn für die steht ein besonderer Embed-Code zur Verfügung.
Bevor man sich jetzt wild auf die Bilder stürzt, sollte man vielleicht noch einen Blick in die „Terms and Conditions“ werfen, damit man ganz auf Nummer sicher geht. Ich hoffe, daß sich hier keine versteckten Fußangeln verbergen.
Anmerkung: Natürlich ist es viel cooler, wenn man seine eigenen Bilder ins Blog einbindet, aber wenn man ergänzend auf solche professionellen Bilder zurückgreifen kann, dann ist das auf jeden Fall eine tolle Sache.
Veröffentlicht in Internet, Technik | Verschlagwortet mit : abmahnung, Getty Images | Kommentar schreiben »
Demo „Freiheit statt Angst“ 12.09.2009
Verfasst von princo am 13.09.2009
Ca. 25.000 Menschen nahmen an der Demonstration „Freiheit statt Angst“ in Berlin teil. Es war eine bunte, teilweise laute, und vor allem friedliche Veranstaltung.
Friedlich? Nicht so ganz, denn am Ende der Demo mußten einige Polizisten unbedingt noch ihren Adrenalinstau los werden, und haben einige Demonstranten verprügelt.
Bei diesem Vorfall war ich nur ca. 20m entfernt, und habe gerade mit René von Nerdcore ein paar After-Demo-Biere gekippt. Es gibt ein Video, welches gerade in den Blogs und sonstigen Medien rumgeht. Ich binde hier mal die „entwackelte“ Version ein.
Zu diesem Vorfall gibt es mittlerweile auch eine offizielle Presseerklärung der Polizei:
„Trotz wiederholter Aufforderungen, den Ort zu verlassen, störte insbesondere ein 37-Jähriger weiter. Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis. Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest. Hierbei griff ein Unbekannter in das Geschehen ein und versuchte, den Festgenommenen zu befreien, was die Beamten mittels einfacher körperlicher Gewalt verhinderten.“
Versucht mal, diese Aussage anhand des Videos zu überprüfen:
Update: Es ist ein Video aufgetaucht, welches kurz vor der Prügelei gedreht wurde:
Weitere Mitteilungen und eine aktualisierte Linksammlung über diese Aktion findet man übrigens bei fefe.
Meiner Meinung nach liegt hier tatsächlich ein krasses Fehlverhalten der Polizisten vor. Der Vorfall spielte sich am äußersten Rande der Demo ab, und der Radfahrer im blauen Hemd stellte keine Bedrohung dar, welche eine solche Maßnahme gerechtfertigt hätte.
Diese Polizisten sind eine Schande für die gesamte Berliner Polizei, und es bleibt zu hoffen, daß hier ernste Konsequenzen gezogen werden. Zum Glück hatten die Einsatzkräfte keine Helme auf (wozu auch, es war ja vorher alles friedlich gewesen), so daß man die Personen eindeutig erkennen kann. Trotzdem stellt sich die Frage, warum Berliner Polizisten immer noch keine eindeutigen Identifikationsnummern haben.
Hier noch ein paar Bilder vom Rest der Demo: Den Rest des Beitrags lesen »
Veröffentlicht in Abuse, Internet, Politik | Verschlagwortet mit : Bsirske, Bullen, FDP, Grüne, Linke, Piraten, Piratenpartei, Polizeigewalt, Verdi | 1 Kommentar »
Zombie-Flashmob 29.08.2009 Berlin
Verfasst von princo am 31.08.2009
Am 29.08.2009 wäre Michael Jackson 51 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren gab es an diesem Tag weltweit Flashmobs.
Der Zombie-Flashmob in Berlin wurde von BerlinCityMobber angekündigt, und von MaskWorld.com tatkräftig gesponsort.
Weitere Berichte über diesen Flashmob finden sich bei nerdcore (der ihn leider verpasst hat), bei Jeriko (dem dabei die Kamera verreckt ist), bei Marco (der etwas zu meckern hat), beim Tagesspiegel, der Morgenpost, bei picturereport, uvm.
Ich fand die Veranstaltung klasse, und möchte mich bei allen Teilnehmern und den Initiatoren bedanken. Es ist nicht so einfach das alles zu organisieren, eine Choreo einzuüben, und die Leute auf den Punkt zu bringen. Das war einfach großartig, laßt euch da mal nichts einreden. Ihr hattet eine Menge Spaß, und ihr habt die Leute unterhalten, darauf kommt es an.
Für mich war das eine willkommene Gelegenheit, meine neue Kamera auszuprobieren, und die Bilder hinterher zu bearbeiten. Dafür, daß ich mich als blutigen [sic] Anfänger betrachte, ist das Ergebnis gar nicht mal so schlecht geworden, oder?
Ich habe die Bilder etwas „zombifiziert“, damit die Wirkung noch besser rüberkommt
Dafür habe ich die Bilder als HDR bearbeitet und per Tone-Mapping den Zombie-Effekt realisiert.
Ganz unten befindet sich übrigens ein Index-Bild. Bei insg. 280 Fotos fiel die Auswahl ziemlich schwer, und wenn ihr meint, daß davon noch ein Bild in die Galerie aufgenommen werden sollte, dann schreibt einen Kommentar und benennt die Bildnummer.
Alle Bilder können per Klick vergrößert dargestellt werden. Wer gerne ein bestimmte Bild in noch höherer Auflösung haben möchte, kann diesen Wunsch (unter der Angabe der Bildnummer) in den Kommentaren äußern. Dafür solltet ihr im entspr. Feld natürlich eine gültige Mail-Adresse hinterlassen (Adressen werden natürlich nicht weitergegeben, ich mag auch keinen Spam).
Ansonsten können die Bilder frei verwendet werden, einen Link auf das Blog möchte ich dann aber gerne haben.
(zusätzliche Bilder und Videos folgen noch)
Als Abschluß noch das Index-Bild. Dort sind alle gemachten Aufnahmen aufgeführt:
Nachtrag, 1.9.2009: Die Gruppenbilder vom Schluß (324 – 342) können via Rapidshare heruntergeladen werden.
Veröffentlicht in Internet, Lustig, Musik, Sonstiges, Video | Verschlagwortet mit : Berlin, Brandenburger Tor, Canon EOS 1000D, Flashmob, HDR, Michael Jackson, Potsdamer Platz, qtpfsgui, Reichstag, Tone Mapping, Zombie | 6 Kommentare »
BKA-Skandal: Kinderpornographie soll im Netz bleiben
Verfasst von princo am 12.08.2009
Laut einem Bericht der TAZ führt das BKA bereits eine Liste von Seiten mit kinderpornographischen Inhalten (aka. dokumentierter Mißbrauch).
Da das Zugangserschwerungsgesetz noch nicht in Kraft ist, können diese Seiten nicht mit einem Stopp-Schild gesperrt werden.
Auf die Idee, daß man diese Seiten innerhalb weniger Stunden vom Netz nehmen könnte, und auch eine Strafverfolgung der Täter einleiten könnte, kommt anscheinend keiner der Beamten.
Wie oft wurde über dieses Thema schon diskutiert? Jeder Mensch auf der Welt, der einen Internetzugang besitzt, könnte diese Löschung veranlassen. Warum ist das den BKA-Beamten nicht möglich?
Hier ist eine schnelle Antwort auf diese Fragen unbedingt nötig.
Jetzt gibt es den offiziellen Beweis dafür, daß es niemals um die Eindämmung von Kinderpornographie ging, sondern nur um die Schaffung einer Zensurinfrastruktur.
Es ist einfach ekelhaft, ich könnte kotzen.
Veröffentlicht in Abuse, Internet, Politik | Verschlagwortet mit : Täterschutz, Zensur, Zensursula | 2 Kommentare »
Miss Sommerintelligenz 2009
Verfasst von princo am 11.08.2009
Zwei junge Frauen werden im Fernsehen zu Themen befragt, von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben. Welche der beiden hat sich dabei besser geschlagen?
Kerstin?:
oder Anastasia?:
Was meint ihr?
Veröffentlicht in Internet, Lustig, Politik, Subtext, Video | 3 Kommentare »
CT-Verleubnet
Website Counter





























