Dieses unangenehme Phänomen kann man durch Auskommentieren der letzten Zeile in der /etc/modprobe.d/alsa-base.conf beseitigen:
# options snd-hda-intel power_save=10 power_save_controller=N
Verfasst von princo am 21.11.2009
Dieses unangenehme Phänomen kann man durch Auskommentieren der letzten Zeile in der /etc/modprobe.d/alsa-base.conf beseitigen:
# options snd-hda-intel power_save=10 power_save_controller=N
Veröffentlicht in Linux, Technik, Ubuntu | Verschlagwortet mit : Karmic Koala | Kommentar schreiben »
Verfasst von princo am 11.10.2009
Eigentlich habe ich mich ja dafür entschieden, bei Ubuntu nur noch auf die LTS-Versionen zu setzen, weil es mir einfach zu stressig ist, mich alle halbe Jahre mit einem neuen Betriebssystem herumzuschlagen. Diese Strategie hat sich auch ganz gut bewährt, aber bei neuen Ubuntu-Releases schaut man ab und zu doch mal drauf, um zu sehen, in welche Richtung es in Zukunft gehen wird.
Jetzt ist die Beta von“ Karmic Koala“ herausgekommen, und bei der gibt es gleich zwei ziemlich knackige Änderungen: Zum Einen wird standardmäßig das Dateisystem Ext4 verwendet, und zum Anderen wird als Bootloader Grub2 eingesetzt.
Beides ist für mich besonders relevant, weil es direkt mit meinem Backup/Restore-Konzept zu tun hat.
Die ersten Tests verliefen recht angenehm. Mein neuer WLAN-Stick (nicht von AVM) wurde sauber erkannt, und ich mußte nur den WPA2-Schlüssel eingeben, damit das Netzwerk funktioniert (das muß ich mitttlerweile aber relativieren, denn nach einigen Updates funktioniert das WLAN jetzt nur noch sehr unzuverlässig
). Auch der proprietäre NVIDIA-Grafikkartentreiber ist ohne Probleme nutzbar. Zum ersten Mal kann ich „Suspend-to-Ram“ und „Suspend-to-Disk“ wirklich „Out-of-the-Box“ benutzen, da wurde großartige Arbeit geleistet.
Eine faustdicke Überraschung ist allerdings dieses Grub2. Hier ist irgendwie alles anders als bei Grub, und ich glaube, es wäre fast besser gewesen, diesem Bootloader gleich einen gänzlich anderen Namen zu geben.
Das Problem ist, daß Grub2 nicht abwärtskompatibel ist. War man bislang gewohnt sein System mit Hilfe der /boot/grub/menu.lst anzupassen, so muß man hier kräftig umdenken, denn dieser Mechanismus wurde radikal umgekrempelt.
Bei Grub2 werden alternative Kernel und Betriebssysteme nämlich nicht mehr statisch eingetragen, sondern bei einem „sudo update-grub“ dynamisch aus der vorliegenden Systemkonfiguration ermittelt. Bei Installationen mit mehreren Betriebssystemen hat das durchaus gewisse Vorteile, aber wenn man z.B die SystemRescueCD zusätzlich auf der Festplatte installieren möchte, ist erstmal einiges an Gehirnschmalz zu investieren, damit das reibungslos klappt.
Für mich bedeutet das, daß ich hier einige Artikel ergänzen muß (kotz), damit diesem Sachverhalt genüge getan wird.
Aber die Sache hat auch etwas Positives: Mit Grub2 soll man direkt von einem Raid-Verbund booten können. Das war bislang nur bei einem Raid-1 möglich, und wenn das jetzt auch mit den anderen Raid-Leveln möglich ist, wäre das ein gigantischer Fortschritt.
Es stellt sich nun die Frage, ob man das Update auf Karmic Koala gefahrlos mitmachen kann, denn mit einem neuen Dateisystem und einem völlig neuen Bootloader werden ganz essentielle Bestandteile des Betriebssystems geändert. Die Entwicklung von Grub2 ist z.B. noch gar nicht abgeschlossen, und Ext4 ist auch noch ziemlich neu. Das Problem dabei ist, daß Dokumentation und Erfahrungsberichte dazu noch recht dünn gesät sind.
Ich persönlich werde „Karmic Koala“ erstmal auf einer extra Festplatte installieren und ordentlich Erfahrungen sammeln.
Meine „Produktivsysteme“ werde ich dann ab dem 26.04.09 umstellen, wenn die nächste LTS-Version „Lucid Lynx“ herauskommt.
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Verfasst von princo am 17.03.2009
Der für das Nokia 5800 mitgelieferte Videokonverter funktioniert
Davon habe ich die Schnauze gestrichen voll, das ist absoluter Mist. Dafür gibt es jetzt hier die ultimativen Konvertierungsskripte für Linux (getestet auf Ubuntu 8.04, Hardy Heron). Damit habe ich bis jetzt jede Datei umgewandelt bekommen, die sich auf meinem System abspielen läßt. Die Qualität ist 1A, und entspricht der der mitgelieferten Videoclips für das Nokia 5800. Es gibt kein Ruckeln und keine Blockartefakte, wenn das Ausgangsmaterial in Ordnung ist. Die konvertierten Videos sehen auf dem Handy einfach klasse aus.
Dazu muß man nur das Paket mencoder installieren, und eine der beiden nachfolgenden Script-Dateien anlegen.
Wenn man die Konvertierung nur über die Komandozeile durchführen möchte:
Datei „cmd_convert_5800.sh“ im Videoverzeichnis anlegen und ausführbar machen (Achtung: es sind nur zwei Zeilen!):
#!/bin/bash mencoder -of lavf -lavfopts format=mp4 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts aglobal=1:vglobal=1:acodec=libfaac:abitrate=128:vcodec=mpeg4:keyint=25 -af lavcresample=44100 -vf harddup,scale=640:360 -mc 0 -noskip "$1" -o "$1_5800.mp4"
Achtung!: Die Zeile mit dem mencoder-Befehl geht hier noch weit über den angezeigten rechten Rand hinaus. Bitte beim Cut & Paste darauf achten!
Aufruf im Terminal: ./cmd_convert_5800.sh Videodatei
Wer es etwas komfortabler liebt, der legt alternativ die Datei „Convert Nokia 5800″ in ~/.gnome2/nautilus-scripts an (also unterhalb des Home-Dirs), und macht sie ausführbar (13 Zeilen):
#!/bin/bash
# Videokonverter für Nokia 5800
exec 3> >(zenity --notification --listen)
while read -r FILE
do
if [[ -f $FILE ]]
then
echo "tooltip:Datei ${FILE} wird konvertiert" >&3
mencoder -of lavf -lavfopts format=mp4 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts aglobal=1:vglobal=1:acodec=libfaac:abitrate=128:vcodec=mpeg4:keyint=25 -af lavcresample=44100 -vf harddup,scale=640:360 -mc 0 -noskip "$FILE" -o "${FILE}_5800.mp4"
fi
done <<< "$NAUTILUS_SCRIPT_SELECTED_FILE_PATHS"
echo "message:Konvertierung abgeschlossen" >&3
exec 3>&-
Damit kann man dann auch mehrere Dateien direkt über Nautilus konvertieren. Einfach die betreffenden Videodateien markieren (Mehrfachauswahl möglich), und mit Rechtsklick -> Skripte -> „Convert Nokia 5800″ die Umwandlung starten. Die markierten Dateien werden nacheinander umgewandelt. Die aktuell konvertierte Datei wird in der der Statusleiste (da wo auch die Uhrzeit steht) angezeigt.
Eine richtige Statusanzeige über den exakten Fortschritt der einzelnen Konvertierungschritte gibt es nicht, aber die Konvertierung erfolgt insgesamt sehr schnell. Auf jeden Fall viel schneller als unter Windows.
Für Rückfragen und Huldigungen gibt es die Kommentarfunktion
Veröffentlicht in Film und Fernsehen, Linux, Software, Technik, Ubuntu, Video | Verschlagwortet mit : DivX, DVD, mp4, mpeg4, Nokia 5800, optimale Qualität, Super, Videokonvertierung, XVid | 20 Kommentare »
Verfasst von princo am 19.01.2009
Immer wieder landen Leute über die obigen Suchbegriffe auf dieser Seite. Kein Wunder, denn es gibt auf der Linkstation tatsächlich ein paar fiese Probleme, welche das Backup betreffen.
Problembeschreibung: Ein eingetragener Backup-Job „findet kein Ende“, man kann ihn nicht abbrechen, und selbst bei einem Neustart der Linkstation steht beim betreffenden Auftrag immer die Meldung „Backup wird durchgeführt“. Leider kann man den Auftrag auch nicht mehr editieren, weil er entsprechende Button nicht mehr verfügbar ist.
Erklärung: In diesen Fällen ist das Backup nicht korrekt beendet worden. Normalerweise erfolgt ein Eintrag in der entsprechenden Job-Datei, welches das Ende anzeigen soll, aber aus unerfindlichen Gründen funktioniert das manchmal nicht.
Die nachfolgenden Lösungsmöglichkeiten beziehen sich nur auf solche hängengebliebenen Backup-Jobs. Sie beschreiben nicht, wie man ein ganz regulär laufendes Backup abbricht!
Backup-Jobs dauern auf der LS normalerweise ziemlich lange. Entweder läßt man sie weiterlaufen, oder man fährt die LS einfach herunter, was dann aber zwangsläufig zu einem hängenden Backup-Job führt.
Lösung 1 (gemäß Buffalo-Support): Über den Menüpunkt Wartung -> Initialisierung -> „Konfiguration der LinkStation auf Voreinstellungen zurücksetzen“ kann man dieses Problem beheben.
Dieses Vorgehen hat aber einen ganz großen Nachteil: Die abgespeicherten Dateien bleiben zwar erhalten, aber sämtliche Konfigurationseinstellungen sind danach verloren. Also alle eingerichteten Benutzer und Zugriffseinstellungen sind dann weg, und müssen neu eingerichtet werden. Das ist wegen der extrem langsamen Oberfläche der Linkstation natürlich keine besonders angenehme Arbeit. Aber es gibt ja noch Lösung 2
Lösung 2: Hierbei wird direkt auf der Linkstation der fehlerhafte Eintrag für den Backup-Job korrigiert. Dabei bleiben sämtliche Einstellungen der Box erhalten, und das Backup kann dann erneut durchgeführt werden.
Dazu wird die Box „gehackt“, d.h. mittels eines bestimmten Programms wird der sog. Telnet-Zugang auf der Box aktiviert und man kann sich dann mittels Telnet auf die Box begeben, und die notwendigen Änderungen vornehmen.
Voraussetzung: Auf dem eigenen Rechner muß Java installiert sein (was in den meisten Fällen bereits der Fall ist), und außerdem braucht man den ACP-Commander, welchen man hier herunterladen kann.
Man speichert die Datei acp_commander.jar am Besten in ein eigenes Verzeichnis, öffnet dann eine Kommandozeile und wechselt dort in dieses Verzeichnis.
Dann gibt man dieses Kommando ein (natürlich muß man die richtige IP-Adresse der Linkstation dort einsetzen):
java -jar acp_commander.jar -t IP-Adresse-der-Linkstation -o (Enter)
Wenn alles korrekt funktioniert hat, dann erscheint als letzte Zeile der Ausgabe das hier:
You can now telnet to your box as user 'root' providing no / an empty password.
Danach geht man mit Telnet auf die Linkstation:
telnet IP-Adresse-der-Linkstation (Enter)
root (Enter)
Nun kann man den hängenden Backup-Job wieder verfügbar machen. Man muß dazu nur die Nummer des „hängengebliebenen“ Job kennen. In diesem Beispiel wird angenommen, daß der Job mit der Auftragsnummer 2 betroffen ist:
vi /etc/melco/backup2 (Enter) :s/run/err/ (Enter) ZZ exit (Enter)
Bitte unbedingt auf die exakte Eingabe achten (z.B. den Doppelpunkt nicht vergessen!), und auch die Groß-/Kleinschreibung peinlich genau berücksichtigen.
Durch diese Kommandos wird der Status des Backup-Jobs auf Error (err) gesetzt. Dadurch kann man ihn in der Backup-Liste wieder ansprechen. Ganz Mutige können auch statt err die Zeichenfolge done einsetzen. Konkrete Auswirkungen auf den Betrieb der Linkstation hat das zwar nicht, aber dann wird einem der Job auch nicht als fehlerhaft angezeigt.
Schlußbemerkungen: Trotz der bekannten Unzulänglichkeiten der Linkstation (Admin-Oberfläche und Backups laufen nur sehr langsam) sollte man auf gar keinen Fall auf ein regelmäßiges! Backup verzichten. Ganz besonders, wenn die dort abgespeicherten Dateien sonst nirgendwo als Duplikat vorliegen. Auch in der Linkstation läuft eine ganz normale Festplatte, und die kann auch ganz normal kaputt gehen.
Für Danksagungen und Rückfragen gibt es die Kommentarfunktion.
Veröffentlicht in Linux, Software, Technik | Verschlagwortet mit : Backup, Buffalo, Linkstation Live, Terastation | 8 Kommentare »
Verfasst von princo am 24.12.2008
Eines meiner Lieblingswerkzeuge ist ja die SystemRescueCD. Nicht etwa, weil ich hier ständig irgendwelche Daten retten muß, sondern weil so extrem vielseitig verwendet werden kann. So ist sie beispielsweise integraler Bestandteil meines Backup-Konzepts.
Weil es mit der Zeit doch etwas lästig sein kann, mit einer CD oder einen USB-Stick zu hantieren, habe ich die SystemRescueCD einfach auf meiner Festplatte installiert. Sie kann dann ganz einfach beim Systemstart aus dem Grub-Menü ausgewählt werden. CDs oder USB-Sticks werden dann nicht mehr benötigt.
Die Installation ist auf einem Linux-System (hier Ubuntu) ziemlich einfach:
Man legt auf seiner Festplatte das Verzeichnis /sysrcd an, und kopiert dort von der SystemRescueCD diese fünf Dateien rein:
Wichtig!: Die Dateinamen müssen unbedingt in Kleinbuchstaben geschrieben sein!
Danach editiert man die Datei /boot/grub/menu.lst , und hängt dort folgenden Eintrag an:
title SystemRescueCD
root (hd0,1)
kernel /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de docache
initrd /sysrcd/initram.igz
boot
Wichtig ist hierbei, daß der Eintrag root (hd0,1) auf die korrekte Partition zeigt. Da ich am Anfang der Festplatte eine Windows-Installation liegen habe, muß die zweite Ziffer eine 1 sein. Ist Ubuntu als alleiniges System installiert, kommt da natürlich eine 0 hin, wie es auch im Video der Fall ist.
Der Parameter docache sorgt dafür, daß die SystemRescueCD komplett in den Arbeitsspeicher geladen wird. Dafür sollte der Rechner mind. 512 MB RAM haben. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, daß man mit dieser Konfiguration ein vollständiges Backup seines Rechners machen kann, was ich in einem späteren Artikel noch genauer beschreiben werde.
Um die einzelnen Schritte zur Integration dieser CD zu verdeutlichen, gibt es heute mal ein Video-Tutorial dazu:
Wichtiger Hinweis zum Video: Das erste Nautilus-Fenster wird mit root-Rechten gestartet. Nur damit können die Aktionen durchgeführt werden. Bei einer Fehlbedienung könnt ihr euch aber auch das ganze System zerschießen, also seid vorsichtig!
Wenn alles richtig durchgeführt wurde, könnt ihr die SystemRescueCd über einen eigenen Eintrag im Grub-Menü starten. Dabei entfällt auch die Eingabe der deutschen Tastaturbelegung.
Ab Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) wird ein anderer Bootloader verwendet, und dabei wird die SystemRescueCD nicht mehr über einen Eintrag in der /boot/grub/menu.lst eingebunden.
Dafür legt man mittels der obigen Nautilus-Methode die Datei /etc/grub.d/42_sysrcd mit folgendem Inhalt an:
echo "Adding SystemRescue" >&2
cat << EOF
menuentry "SystemRescueCD 32bit" {
set root=(hd0,5)
linux /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de nonet docache
initrd /sysrcd/initram.igz
}
Diese Datei muß hinterher unbedingt noch ausführbar gemacht, und in den Bootloader aufgenommen werden.
Dies geschieht im Terminal mit diesen beiden Befehlen
sudo chmod +x /etc/grub.d/42_sysrcd
sudo update-grub
Danach sollte man beim Booten die SystemRescueCD auswählen können.
Veröffentlicht in Linux, Software, Ubuntu | Verschlagwortet mit : Screencast, SystemRescueCD | 2 Kommentare »
Verfasst von princo am 23.12.2008
Da freut man sich über einen schönen neuen Release-Stand, und dann merkt man erst einen Tag später, daß eine wichtige Funktionaliät eine schwere Macke hat.
Irgendwie gibt es da nämlich ein heftiges Problem mit dem internen Netzwerkfunktionen.
Zum Glück habe ich ja ein Backup vom vorherigen Stand, der Schaden hält sich also in Grenzen.
Ärgerlich ist es trotzdem.
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Verfasst von princo am 17.12.2008
Also dieses Ubuntu-System scheint ja derzeit einen richtigen Siegeszug anzutreten. Immer mehr Leute interessieren sich aus den unterschiedlichsten Gründen dafür. Windows-Nutzer, weil sie mal was Neues ausprobieren wollen, und selbst eingefleischte Linux-Nutzer, weil sie endlich mal mit einer modernen Distribution arbeiten wollen.
Selbst Leute, die aus beruflichen Gründen mit anderen Linux-Distributionen arbeiten müssen, packen Ubuntu auf ihre privaten Rechner. Sie werden ihre Gründe dafür haben.
Da ich selbst vor einiger Zeit auf dieses System umgestiegen bin, und damit sehr zufrieden bin, freut mich diese Entwicklung natürlich.
Allerdings beobachte ich derzeit auch, daß sich viele „unerfahrene“ Benutzer an diesem System versuchen. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, weil Ubuntu prinzipiell sehr einfach zu installieren und zu bedienen ist.
Aber es gibt mindestens drei Dinge, über die man als Anfänger sehr leicht stolpern kann:
Besser ist es, einen ganz normalen Desktop-Rechner dafür zu benutzen.
Natürlich muß man sich nicht an diese Empfehlungen halten. Man kann natürlich auch ein hypermodernes Notebook eines sudanesischen Startups mit nichtdefinierbaren Grafikchipsatz verwenden. Das wird irgendwann auch funktionieren, und dann hat man aber richtig was gelernt
Veröffentlicht in Linux, Software, Ubuntu | 4 Kommentare »
Verfasst von princo am 29.11.2008
Nutzt man die Virtualisierungslösung „VirtualBox“ von Sun, und installiert dort als Gastsystem Ubuntu 8.10 Intrepit Ibex, so funktioniert die Mauszeigerintegration auch nach Installation der Gasterweiterungen nicht vollständig.
Das Problem wird gelöst, wenn man die Datei /etc/X11/xorg.conf innerhalb des Gastsystems ändert :
Section "InputDevice"
Identifier "Configured Mouse"
Driver "vboxmouse"
Option "CorePointer"
EndSection
Veröffentlicht in Linux, Ubuntu | Verschlagwortet mit : Virtualbox, Intrepit Ibex, Maus, Mouse, interne Notiz | 1 Kommentar »
Verfasst von princo am 02.11.2008
Mittlerweile sollte es sich herumgesprochen haben, daß man gebrauchte Festplatten, welche man veräußern möchte, sehr sorgfältig löschen sollte, und ein normales Formatieren dafür auf gar keinen Fall ausreichend ist.
Es gibt aber noch einen anderen Anwendungsfall, bei dem es sehr ratsam ist, seine Festplatte komplett zu löschen: Und zwar genau dann, wenn man auf dieser Platte eine neue Betriebssysteminstallation vornehmen möchte.
Die Vorteile dieser Vorgehensweise sind allerdings etwas schwierig zu beschreiben, aber es hat u.a. große Auswirkungen falls man sich danach von der Installation ein Image ziehen möchte. Zudem wird dadurch zwangsläufig dafür gesorgt, daß sämtliche Parameter der Festplatte (z.B. Medienkennung, Masterbootrecord und Partitionen) garantiert sauber eingerichtet werden.
Der Nachteil dabei ist, daß dieses saubere Löschen u.U. einige Stunden dauern kann. Dennoch empfehle ich ausdrücklich, diesen Vorgang durchzuführen.
WARNUNG!: Die nachfolgenden Ausführungen beschreiben das vollständige und unwiderrufliche Löschen einer gesamten Festplatte, auch wenn diese aus mehreren Partitionen bestehen sollte.
Eine entsprechende Sorgfalt beim Ausführen dieser Schritte ist daher ziemlich wichtig
Als ein sehr gut geeignetes Werkzeug bietet sich der Einsatz der SystemRescueCD an. Diese bietet dafür mehrere Programme an, wobei hier nur zwei davon beschrieben werden, weil sie dafür besonders gut geeignet sind.
Man bootet die SystemRescueCD und gibt am Bootprompt „mhdd“ ein. Nachdem das Progamm gestartet ist, wählt man (sorgfältig!!!) die zu löschende Festplatte aus.
Danach gibt man den Befehl ERASE ein. Man bestätigt die vorgegebenen Werte mit Enter, und startet die Löschprozedur (Achtung: Y und Z sind vertauscht, englische Tastaturbelegung.).
Deer Vorgang kann, je nach Größe der Festplatte, einige Stunden dauern.
Man bootet die SystemRescueCD und gibt am Bootprompt rescuecd setkmap=de ein.
Nach dem der weitere Bootvorgang abgeschlossen ist, löscht man die Platte mit dem Befehl
dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=1MB conv=notrunc
Für sda muß natürlich die richtige Festplatte angegeben werden.
Hierbei wird die Festplatte nicht mit Nullen, sondern mit Zufallswerten überschrieben, was den Nachweis einer Verschlüsselung erschwert, oder gar unmöglich macht.
dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=1MB conv=notrunc (sehr langsam)
oder
dd if=/dev/random of=/dev/sda bs=1MB conv=notrunc (sehr, sehr, sehr langsam)
Veröffentlicht in Linux, Technik, Ubuntu | Verschlagwortet mit : Festplatten, Partitionen, SecureErase | Kommentar schreiben »
Verfasst von princo am 07.10.2008
Ein sehr praktisches, und für mich mittlerweile unverzichtbares Werkzeug ist die SystemRescueCD geworden. Man könnte sie auch als „Schweizer Taschenmesser“ für alles, was mit Dateisystemen zu tun hat, bezeichnen.
Allerdings ist der Namensbestandteil „CD“ leicht irreführend, denn dieses System läuft zur absoluten Hochform auf, wenn man es auf einem USB-Stick installiert.
Es ist aber auch möglich, dieses System zusätzlich auf die Festplatte zu installieren, und bei Bedarf davon zu booten.
Was kann man damit anstellen?
Nun, der ursprüngliche Einsatzzweck ist die Manipulation von Dateisystemen. Man kann damit eine Unzahl von Dateisystemen anlegen, löschen, verschieben, vergrößern, verkleinern, umwandeln, verschlüsseln, wiederherstellen, auf Viren prüfen und vieles mehr.
Außerdem kann man den Speicher testen, NT-Passwörter zurücksetzen (auch Vista), das Netzwerk prüfen, Daten sichern, Fernwartung durchführen.
Man hat sogar einen Browser zur Verfügung, um mal eben schnell im Netz nach weiteren Informationen suchen zu können.
Die meisten Programme werden über die Kommandozeile bedient, was aber kein Problem darstellt, da dieses System absolut nichts für Laien ist.
Die SystemRescueCD wird übrigens permanent weiterentwickelt, und alle paar Monate steht eine neue Version zur Verfügung.
Zudem läßt sich dieses Produkt auch in einem sehr hohen Maß an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn man hier sämtliche Möglichkeiten aufzählen würde. Man muß sich schon intensiv mit diesem Tool beschäftigen, um wirklich alle Features ausprobieren zu können.
Nur der Vollständigkeit halber: Obwohl sie ein ausgezeichnetes Werkzeug ist, kostet die SystemRescueCD keinen einzigen Cent.
Es ist wirklich beeindruckend, wie mächtig und zuverlässig dieses Werkzeug ist.
Veröffentlicht in Internet, Linux, Software | Verschlagwortet mit : Backup, Dateisysteme, Datenrettung, Desaster Recovery | 2 Kommentare »