Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Archiv für 'Stalking' Kategorie


Prangerblogging für ganz Doofe

Verfasst von princo am 15.11.2007

Ich steh’ mal wieder unter “besonderer Beobachtung”.
Ist nichts wirklich Neues für mich, das gab es ja schon öfters.

Nur, warum müssen es immer die Mitglieder der Debilen-Fraktion sein, die so etwas veranstalten?

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Gute Vorsätze, elegant in die Tonne gekloppt

Verfasst von princo am 13.11.2007

Am 11.10.2007 schrieb der SPD-Abgeordnete Marco Bülow einen Artikel wurde über den SPD-Abgeordneten Marco Bülow im Magazin der Süddeutschen Zeitung ein Artikel geschrieben, wo u.a. über seine Sorgen und Nöte mit dem sog. Fraktionszwang berichtet wurde, d.h. sein Abstimmungsverhalten im Bundestag nach der Parteilinie auszurichten, obwohl man eigentlich ganz anderer Meinung ist.

Zusammengefasst: Stimmt man nach seiner eigenen Überzeugung ab, kann dies negative Folgen für die Parteikarriere haben.

Nun gibt es ein kleines Problem mit diesem Artikel, weil zwar der Name “Marco Bülow” darunter steht, dieser aber den Artikel gar nicht selbst verfasst hat (sondern ein Journalist), worüber er nicht ganz glücklich ist, weil selbst er einige Formulierungen dann anders gestaltet hätte. Dies bringt er in einigen Antworten auf der Webseite abgeordnetenwatch.de zum Ausdruck.

Dort bekräftigt er aber folgende Aussage: “Es gibt aber Grenzen dieser Disziplin. Dies gilt insbesondere für Bundeswehreinsätze (was von der Fraktionsspitze akzeptiert wird). Meines Erachtens ist diese Grenze ebenfalls erreicht, wenn in Abwägung der Gesamtpolitik einer Regierung ein Abgeordneter zu dem Ergebnis kommt, dass diese insgesamt nicht mehr mit dem Gewissen vereinbar ist.”

Hört sich doch nett an, oder?

Kommen wir noch mal auf den SZ-Artikel zurück. Dort findet sich am Ende ein Passus, dem Herr Bülow nicht widersprochen hat:

Ich habe beschlossen, mich in Zukunft bei Abstimmungen nicht mehr ausschließlich der Mehrheit zu fügen. Die Meinung meiner Basis, meines Wahlkreises und meine Überzeugung sind mindestens genauso wichtig. Denn die Große Koalition ist auf dem falschen Weg. Nur wenn der Gesamtkurs stimmen würde, könnte ich auch weiterhin Einzelabstimmungen gegen meine Überzeugung mittragen.”

Marco Bülow hat am 9.11.2007 für das Gesetz zur Telekommunikationsüberwachung gestimmt.

Hat er dies getan, weil er wirklich dafür ist, oder hat er sich doch wieder der Fraktionsdisziplin gebeugt?

Die Antwort findet sich in diesem Dokument (auf Seite 13031), wo Herr Bülow, zusammen mit anderen, eine Erklärung seines Abstimmungsverhaltens abgibt.

Diese Erklärung wird mit dem Satz eingeleitet: “Trotz schwerwiegender politischer und verfassungsrechtlicher Bedenken werden wir im Ergebnis dem Gesetzentwurf aus folgenden Erwägungen zustimmen.”

Was dann folgt, ist m.E. eine Reihe von Peinlichkeiten erster Güte, z.B.:

“In den letzten Jahren hat es eine zunehmende Tendenz gegeben, ohne die Effektivität bestehender Gesetze zu überprüfen, mit neuen Gesetzen vermeintlich Sicherheit zu erhöhen und Freiheitsrechte einzuschränken. Der vorliegende Gesetzentwurf befördert diesen Paradigmenwechsel und ist deshalb bedenklich.”

Am Ende dann die Krönung:

“Eine Zustimmung ist auch deshalb vertretbar, weil davon auszugehen ist, dass in absehbarer Zeit eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts möglicherweise verfassungswidrige Bestandteile für unwirksam erklären wird.”

Also, die Jungx und Mädels beschließen etwas, von dem sie eindeutig wissen, daß es nicht nur bedenklich, sondern auch noch verfassungswidrig ist?

Warum stimmen sie denn dann zu?

Zum Glück gibt es für diese Herren und Damen eine ziemlich kostengünstige Lösung ihrer Probleme: A18/21 · Flexible Mini-Wirbelsäule, Stückpreis 75 EUR.

Nimmt auch nicht viel Platz weg.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: mir geht es nicht um die Kritik an der Entscheidung eines Einzelnen, hier geht es um die Tatsache, daß demokratische Grundregeln mit den Füßen getreten werden, und schwerwiegende Entscheidungen in Richtung Bundesverfassungsgericht geschoben werden. Die Abgeordneten hätten dieses Gesetz ablehnen müssen, weil die Eingriffe und Auswirkungen auf die Rechte der Bürger einfach unverhältnismäßig sind.

Wochenlang wurden die Gefahren des Terrorismus in den schlimmsten Farben ausgemalt, und den Leuten wurde es als Fakt verkauft, daß für eine effektive Bekämpfung die Vorratsdatenspeicherung unverzichtbar ist. Über die Auswirkungen sind sich die Bürger aber absolut nicht im klaren. Wie sollten sie auch? Sie gehen doch immer noch davon aus, daß sie nichts zu befürchten haben, weil sie ja keine schlimmen Sachen anstellen.

Gutgläubige Trottel. Um Terrorismus ging es gar nicht. Das kann man ja ganz ruhig sagen, nachdem die Abstimmung gelaufen ist.

Dieser Text ist nur ein Fragment. Momentan kommt ja ja gar nicht richtig hinterher, weil ständig neuer Irrsinn bekannt wird:

  1. Wie gut, daß es die Stasi gab.
  2. Journalisten und Anwälte wurden abgehört

Einen ausgezeichneten Artikel über das, was uns sonst noch bevorsteht, findet man im Lawblog: “Furcht vor dem, was geschehen könnte”

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Wieder angesagt: Danger Seeker

Verfasst von princo am 08.11.2007

Ja, es gibt sie immer noch, die grotesk blöden unerschrockenen Männer, welche sich in unglaubliche Gefahren begeben: die Danger Seeker

(DirektRexKramer)

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Mensch kommt in das Gefängnis

Verfasst von princo am 12.09.2007

Wie die TAZ heute vermeldet, hat das LG Berlin-Tiergarten einen Menschen wegen versuchten Betruges zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Dieser Mensch hat sich in der Vergangenheit schon oft so verhalten, daß einige Leute daran Anstoß genommen haben.

Deswegen soll er jetzt in das Gefängnis, um über seine schlimmen Taten nachzudenken.

Darüber sind viele Leute sehr froh. Was für diesen Menschen ganz besonders schlimm sein dürfte, ist, daß er danach seinen bisherigen Beruf wohl nicht mehr ausüben darf, weil dieser Beruf nur von besonders geeigneten Menschen gemacht werden darf. Und wer in das Gefängnis muß, weil er nicht so ganz ehrlich war, der darf eben nicht mehr in diesem tollen Beruf arbeiten.

Das hätte er sich mal lieber vorher überlegen sollen.

Und das geschieht ihm ganz recht. Der Mensch hat sich übrigens hier auch schon mal verewigt.


(via fastix, aus der Reihe “bloggen wie bei KiKa”)

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Günther Freiherr von Gravenreuth (geb. Dörr) zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt

Verfasst von princo am 12.09.2007

Liebe Kinder und Nachwuchsblogger, dieser Artikel hat eine Überschrift die nun mal gar nicht geht.

Spätestens, wenn Günni wieder aus dem Knast raus ist, wird er nach solchen Artikeln gezielt suchen, und den Betreiber solcher “Prangerseiten” zeigen, warum man soetwas nicht schreiben darf, und warum es dem Gedanken der Resozialisierung widerspricht.

Deswegen wird der möglichst korrekt formulierte Bericht in neutraler und nicht-identifizierender Form als gesonderter Beitrag veröffentlicht.

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Merkregel

Verfasst von princo am 07.09.2007

Merkregel Nr. 1: “Gras über eine Sache wachsen zu lassen” bedeutet zwingend, das Gras NICHT zu mähen…

(gefunden in den Kommentaren vom lawblog)

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Muß es mir zu denken geben,

Verfasst von princo am 30.08.2007

daß die Google-Suche nach “mohnkuchenplantage” mein Blog als bislang einzigen Treffer ausgibt, obwohl dieses Wort hier noch nie (weder in Artikeln noch in den Kommentaren) verwendet wurde?

Google-Löcher stopfe ich gerne selber :mrgreen:

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Error 404 - Nicht gefunden

Verfasst von princo am 23.08.2007

http://doofie-domain.invalid/artikel/warumichimmerwiederstalkenmuss
ummeinedummenerotikpalaestezubewerben

da gibt es nen 404 Fehler derzeit

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Kein neuer “Callboy”

Verfasst von princo am 02.06.2007

Seit ein paar Tagen rollt ein neues Thema durch das nicht existente Bloggersdorf. Die Webseite http://www.blogkiller.de/ ist mit folgender Zielsetzung gestartet:

“Hier auf Blogkiller werden alle Blogschreiber aufgelistet die unserer Meinung nach nur Langweiliges Zeug von sich geben und schlecht sind fürs Internet.”

Das klingt zum einem ziemlich lustig, aber andererseits auch sehr bekannt. Wenn man sich durch die Seite durcharbeitet, und auch die angegebenen Links besucht, wird man sehr stark an die Vorkommnisse um “Callboy Torsten” erinnert. Vieles klingt ziemlich ähnlich.

Allerdings platzt mir bei dieser Sache mittlerweile der Kragen. Anscheinend hat sich kaum einer mal wirklich die ganze Sache genauer angeschaut. Jetzt gibt es eine “Zusammenfassung“, die allerdings das Geschehen nur aus der Sicht der Blogger wiedergibt. Fein säuberlich wird dort “seziert”, was der gute Ali alles falsch gemacht haben soll. Dabei entsteht allerdings meiner Meinung nach, ein vollkommen falsches Bild von Ali. Seine Kommentare werden völlig aus dem Kontext gerissen, er wird als kompletter Idiot dargestellt.

Wenn man sich allerdings mal mit einer etwas wohlwollenderen Einstellung auf den Seiten von Ali umsieht, wird man sehr schnell feststellen, daß die Vergleiche mit “Callboy Torsten” eine ziemliche Beleidigung darstellen. Hier geht es nicht um jemanden, der unter einem ausgeprägten Realitätsverlust leidet, und das Internet als Beziehungsersatz nutzt.

Auf Alis Webseiten finden sich hunderte, wenn nicht tausende Bilder, die glückliche Menschen zeigen. Auch die Fotos seiner Familie und seines Kindes bezeugen, daß Ali kein durchgeknallter Spinner ist. Ali hat eine tolle Frau, einen wirklich niedlichen Sohn, eine nette Familie und sehr viele Freunde. Diese Menschen lachen miteinander und haben viel Spaß. Alis einziges “Verbrechen” scheint wirklich darin zu bestehen, daß er diese Lebensfreude der ganzen Welt zeigen möchte.

Auf seinen Seiten verbarg sich ein Foto, auf dem Ali seinem Sohn ein kleines Hitlerbärtchen angemalt hat. Er hat es lustig gemeint und dafür wurde er auf das Schärfste kritisiert.

Ist das wirklich vergleichbar mit dem Veröffentlichen von Chatprotokollen mit Minderjährigen, wie es Torsten gemacht hat?

Ist das überhaupt annähernd vergleichbar mit beispielsweise dem Vater, der sein Kind auf einer Demo als Selbstmordattentäter ausstaffierte?

Ali hat nichts getan, was in irgendeiner Form moralisch verwerflich ist. Er fühlte sich blöd angemacht und hat darauf auf seine Art reagiert. Das Schlimmste, was er in dem Zusammenhang geäußert hat, war das Wort “Vollidiot”.

Er hat nur für sich etwas in Anspruch genommen, was jeder andere Blogger für sich auch reklamiert: es ist seine eigene Entscheidung, “was” er “wie” veröffentlicht. Und wenn er der Meinung ist, daß er seinen Sohn so zeigen kann, wie die Natur ihn schuf, dann kann man darüber zwar geteilter Meinung sein, aber es ist nicht verboten. Das ist alleine Ali’s Angelegenheit (und die seiner Familie). Er hat seinen Standpunkt darüber sehr deutlich dargelegt.

Auch glaube ich, daß Ali ein sehr lebensfroher Mensch ist, der nicht den Bezug zur Realität verloren hat. Er ist offensichtlich ein liebevoller Vater, Ehemann, Bruder, Sohn, Kumpel und Freund für alle die ihn kennen.

Ali ist definitiv nicht die “Sau, die man durch Bloggersdorf treiben sollte”.

Ich möchte es auch nicht bei diesem Artikel belassen, und ganz konkret einige Blogs bitten, zu meinen Ausführungen Stellung zu nehmen (ist mal was anderes als ein Stöckchen) und Ali ggfs. zu unterstützen: Dobschat, Ichblogdich, Psychotic, und XSized (Nachtrag: Krambox und CiW dürfen nicht fehlen). Es sind alles Blogbetreiber, welche ein tieferes Wissen um die Angelegenheit “Callboy Torsten” haben und bei denen ich glaube, daß sie die sich jetzt entwickelnde Situation um die Blogkiller Vorkommnise differenzierter bewerten können.

Vielen Dank

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Kein Nachruf

Verfasst von princo am 10.01.2007

Ohne Bedauern nehme ich zur Kenntnis, daß ein paar “Hass-Blogs” aus dem Netz verschwunden sind.

Es handelt sich dabei um http://www.punish-punisher.de/ und http://www.muckraker.de/ sowie http://www.mariodolzer.de/

Ich will jetzt gar nicht mit den Buzz-Words “Mario”, “Parasit” oder gar “Dolzer” hausieren gehen, und ich trauere diesen Pseudo-Blogs keine Träne nach. Eine mögliche Erklärung für das plötzliche Verschwinden kann man übrigens hier nachlesen, aber das ist nur eine Vermutung meinerseits. Anscheinend ist das Konstrukt mit der englischen Limited doch nicht so ganz wasserdicht gewesen, wie angedacht.

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