Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Archiv für die Kategorie ‘Subtext’

Schulordnung

Verfasst von princo am 14.10.2009

  1. Wir gehen an unserer Schule freundlich miteinander um.
  2. Wir sind freundlich gegenüber Erwachsenen.
  3. Wir nehmen Rücksicht auf die anderen Klassen während des Unterrichts und in den Pausen (keine Türen knallen, durch den Flur rennen und lärmen)
  4. Nach den Klingeln halten sich alle Kinder in den Klassenräumen auf.
  5. Wir sprechen an unserer Schule nur Deutsch miteinander, ausgenommen im Fremdsprachenunterricht.
  6. Wir achten das Eigentum Anderer und gehen nicht ohne Erlaubnis an die Sachen der Anderen.
  7. Gewalt ist keine Lösung ! Wir regeln Probleme mit Worten !
  8. Das Anspornen zum Kampf ist verboten !
  9. Auslachen und Ausschließen ist gemein und verletzend, deswegen vermeiden wir es !
  10. Das Mitbringen von Waffen und gefährlichen Gegenständen ist verboten.
  11. Das Schulgelände (Schulhof, Toiletten, Klassenräume und Flure) ist sauber zu halten.
  12. Jeder ist für seinen eigenen Schmutz verantwortlich!
  13. Handies bleiben ausgeschaltet und dürfen nur nach Rücksprache mit der Lehrerin oder dem Lehrer benutzt werden.
  14. Sofern wir uns nicht daran halten, werden die Handies eingezogen und dürfen nur von den Eltern abgeholt werden.
  15. Elektrische Spielgeräte sind bei uns verboten.
  16. Fußballspielen ist nur auf dem Fußballplatz erlaubt und nicht auf den betonierten Flächen (Tischtennisbereich, Laufbahn, vor Block C)
  17. Das Werfen von Schneebällen ist nur unter Aufsicht der Lehrer erlaubt,
  18. Wir dürfen nicht über den Schulzaun, auf Bäume oder auf den Container klettern.
  19. Gefährliche Fundsachen bringen wir zu den Lehrern.
  20. Wir bitten um das Einhalten der Regeln, damit das Schulleben für alle angenehmer wird

Ausgearbeitet vom Schülerparlament unter Beteiligung aller Klassensprecher und beschlossen von der Schulkonferenz am XX.XX.2007

Das ist die Schulordnung einer ganz normalen Grundschule irgendwo in Deutschland.

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Miss Sommerintelligenz 2009

Verfasst von princo am 11.08.2009

Zwei junge Frauen werden im Fernsehen zu Themen befragt, von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben. Welche der beiden hat sich dabei besser geschlagen?

Kerstin?:

(DirektKerstin)

oder Anastasia?:

(DirektAnastasia)

Was meint ihr?

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Wie praktisch

Verfasst von princo am 22.05.2009

In Nordrhein-Westfalen trainieren die Sportschützen in geheimen Kellern unter Schulen und Kitas.

Dafür passiert dort aber erstaunlich wenig.

Vielleicht sollte man Schulen und Kindertagesstätten auch verbieten.

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Die Gnade der späten Geburt

Verfasst von princo am 24.03.2009

Die Schüler des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin-Mitte haben für die Änderung der Unterrichtszeiten gestimmt. Statt wie bisher um 8 Uhr soll die erste Schulstunde in den Wintermonaten erst um 9 Uhr beginnen. Die Jugendlichen argumentieren mit ihren Hobbys und dem Berliner Nachtleben.

Quelle: Berliner Morgenpost

Das kann doch nicht wahr sein. Gibt es denn keine Möglichkeit, diesen Quatsch zu verhindern? Wenn das so weitergeht, dann züchtet man sich doch lupenreine Demokraten heran, und das ist ja wohl das Letzte, was dieses Land gebrauchen kann.

Verteilt mehr Killerspiele!

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Buchstaben, überzählige

Verfasst von princo am 11.01.2009

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Eine kleine Bitte:

Verfasst von princo am 24.12.2008

Schlagt euch nicht die Schädel ein, und macht auch sonst keine Dummheiten.

Weihnachten ist nur eine Phase, das geht vorüber.

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Verfahren eingestellt

Verfasst von princo am 03.12.2008

Der nachfolgende Text enthält eine ganze Menge Subtext. Daher ist er womöglich nicht für jedermann verständlich. Das läßt sich leider nicht anders machen.

Im September hatte ich hier mal einen kleinen Hinweis gepostet, und meine aufmerksamen Leser haben schnell begriffen, daß hier etwas im Busch ist.

Es ging um einen angeblich verleumderischen Kommentar, welcher von einem angeblichen Kommentarschreiber angeblich irgendwo im Internet veröffentlicht wurde.

Das Problem dabei ist nur, daß

  1. dieser angebliche Kommentar natürlich nicht verleumderisch war, sondern voll und ganz den Tatsachen entsprach,
  2. der angeblich in seiner Kreditwürdigkeit zutiefst geschädigte Beschwerdeführer gar nicht mehr so richtig sagen konnte, wo dieser angebliche Kommentar gestanden haben soll (ihr würdet euch ins Höschen machen, wenn ihr wüsstet, welcher Ort von denen angegeben wurde),
  3. der konkret Beschuldigte so gar nichts von seinen angeblichen Handlungen wusste, sich aber gleich einen guten Rechtsanwalt genommen hat.

So, und jetzt ist dieses gefickt eingeschädelte Verleumdungsverfahren einfach mal eingestellt worden. Der Beschwerdeführer kann zwar noch den Weg der Zivilklage beschreiten, aber nach den ganzen Possen, welche er bisher abgeliefert hat (und die wohl auch in der Ermittlungsakte stehen dürften), müsste das wohl ähnlich ausgehen. Das wird schwierig, zumal derjenige dann auch die Gerichtskosten vorstrecken darf.

Ziemlich peinliche Nummer, denn im Vorfeld hatte es noch geheißen, daß sich diese Leute so richtig gut mit solchen Klagen auskennen würden, und so etwas schon mehrfach und knallhart durchgezogen hätten. Was man halt so von sich gibt, wenn man jemanden Angst machen möchte.

Manche Leute sind so blöd, da muß man schon aufpassen, daß die sich nicht „fast freiwillig“ selbst verklagen, aber das kennt man ja mittlerweile.

Eigentlich hätte es niemals zu diesem Ermittlungsverfahren kommen dürfen, denn die Sachlage war von Anfang an völlig klar.

Kopfschütteln allerorten, nur die Anwälte können sich wieder einmal freuen. Wenn das Ganze nicht so armselig wäre, könnte man sogar herzlich drüber lachen.

Vorbei?

Nicht ganz, denn die Geschichte hat noch einen zweiten Handlungsstrang, und da diese eine Sache so kräftig in die Hose gegangen ist, wird man das Problem vielleicht jetzt von einer anderen Seite angehen wollen, und das könnte nochmal richtig spannend werden. Jeder blamiert sich halt so gut und so oft er kann.

Das mag jetzt alles ziemlich überheblich klingen, aber für mich gibt es noch eine ganze Reihe offener Fragen in der Sache, und die Antworten darauf dürften sehr interessant sein.

Ich habe Zeit. Ich kann warten.

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Lesebefehl

Verfasst von princo am 10.09.2008

Lawblog: „Ab heute Beschuldigter„. Meine Stammleser werden sich denken können, worum es in dem Artikel von Udo Vetter geht ;-) Und alle anderen orientieren sich einfach an der rechten Spalte „Neueste Kommentare“. am Rest des Blogs.

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Wieder ein Rückschlag für die Dialogmarketing-Branche

Verfasst von princo am 16.08.2008

Wie ich soeben aus einem Artikel in Born’s Blog erfahren habe, gab es mal wieder eine eindeutige Entscheidung über die Unzulässigkeit von Werbeanrufen. Das Verwaltungsgericht Köln hat bestätigt, daß erschlichene Einverständniserklärungen zu Werbemaßnahmen ungültig sind.

Besonders gerne werden einem diese „Erklärungen“ bei der Teilnahme an Gewinnspielen untergejubelt. Aber das kennen wir ja. Die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur bringt das auch sehr schön auf den Punkt:

Das Gericht hob in seiner Begründung insbesondere hervor, dass die
vorgelegten angeblichen Einverständniserklärungen zu den Werbemaßnahmen
allesamt ungültig sind. Die Unternehmen hatten ihren Kunden im Rahmen von
Warenbestellungen und schriftlichen Gewinnspielen stets eine vorformulierte
Einverständniserklärung abverlangt. Nach dieser als „Datenschutzerklärung“
bezeichneten umfangreichen Klausel erklärten sich die Kunden u. a. „zum
Erhalt von Werbeanrufen bereit“. Zudem sollten damit die Unternehmen
ermächtigt werden, die Kundendaten an weitere Unternehmen der Marke
„Friedrich Müller®“ weiterzugeben.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts stellen diese vorformulierten
Einverständniserklärungen keine wirksamen Einwilligungen in Werbeanrufe
dar
, weil es für den Kunden praktisch unüberschaubar sei, wer sich letztlich auf
eine solche Erklärung berufen könne. Hieran ändert auch die Möglichkeit zum
Widerruf der Erklärung nichts, da somit die Initiative zur Wiederherstellung der
ungestörten Privatsphäre auf den Verbraucher verlagert würde.

Ist das nicht eindeutig? Wie simpel soll man es denn noch formulieren? VIELLEICHT MUSS MAN ES JA EINFACH NUR IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBEN? oder vielleicht doch lieber alles in kleinbuchstaben. denn kleine buchstaben mögen diese firmen ganz besonders gerne.

Wer hier den Haken setzt, wird angerufen.

Wer hier den Haken setzt, wird unerlaubt angerufen.

Obwohl es reihenweise Urteile gibt, welche auf der gleichen Linie wie das des Verwaltungsgerichts Köln liegen, wird diese Nummer nach wie vor gnadenlos durchgezogen.

Wer unbedingt wissen möchte, wie solche unseriösen Gewinnspiele aussehen, der kann sich ganz einfach mal über diese Google-Suche näher informieren. Da stecken nämlich immer wieder die gleichen Firmen dahinter.

Auch die Machart ist immer die gleiche: ganz versteckt und mit fast unlesbarer Schriftgröße wird die „Einwilligung“ den Leuten untergeschoben.

Aber es gibt einen kleinen Lichtblick: Anscheinend wenden sich immer mehr Werbepartner (gerne auch „Sponsoren“ genannt) dieser Firmen von dieser Form der Werbung ab.

Ob die Zahl der unerwünschten Anrufe dadurch zurückgehen wird?

Wohl kaum, wie es Beiträge wie dieser leider vermuten lassen. Aber vielleicht ist das ja auch nur das letzte Aufbäumen vor dem Ende. Die Gerichte haben ihren Job jedenfalls gut gemacht. Jetzt liegt es auch an den Verbrauchern, sich gegen die Belästigung durch unerwünschte Werbeanrufe zur Wehr zu setzen.

Beispielsweise, indem man sich bei den Verbraucherzentralen über diese Firmen beschwert.

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Ich verkaufe mein Baby

Verfasst von princo am 27.05.2008

Da wollten sich die Eltern einen Jux machen, und haben ihr sieben Monate altes Baby bei eBay „zum Verkauf“ angeboten. Zweieinhalb Stunden war die Auktion online, dann wurde sie von eBay beendet, weil besorgte Internet-Nutzer Alarm geschlagen haben. Die Polizei rückte an, den Eltern wurde das Kind weggenommen, und die Mutter darf sich auf ihren Geisteszustand untersuchen lassen. Außerdem wird jetzt gegen die Eltern wegen des Verdachts auf Kinderhandel ermittelt.

Die Sache geriet an die Öffentlichkeit, und es sind bereits erste Anfragen nach einer möglichen Adoption des Kindes eingegangen. (Quelle: welt.de)

Ja, da haben die „guten Menschen“ mal richtig reagiert. Sie haben bewiesen, daß die Alarmkette doch funktioniert. Alle haben ihre Pflicht getan: die eBay-Nutzer, die Polizei, das Jugendamt und auch der Richter, der den Kindesentzug abgesegnet hat.

Ein gutes Werk wurde getan, ein Kind wurde gerettet, und alle können wieder beruhigt schlafen.

Schön, daß alle so gut aufgepasst haben. Die Kinder sind wirklich sehr sicher in Deutschland.

Ich geh dann mal brechen.

Nachtrag: Der Artikel ist übrigens in die Kategorie Subtext eingeordnet. Was das ist, kann man hier nachlesen.

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