Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Archiv für die Kategorie ‘Ubuntu’

Knacksende Geräusche unter Ubuntu Karmic Koala

Verfasst von princo am 21.11.2009

Dieses unangenehme Phänomen kann man durch Auskommentieren der letzten Zeile in der /etc/modprobe.d/alsa-base.conf beseitigen:

# options snd-hda-intel power_save=10 power_save_controller=N

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First Look: Ubuntu 9.10 Karmic Koala (Beta)

Verfasst von princo am 11.10.2009

Eigentlich habe ich mich ja dafür entschieden, bei Ubuntu nur noch auf die LTS-Versionen zu setzen, weil es mir einfach zu stressig ist, mich alle halbe Jahre mit einem neuen Betriebssystem herumzuschlagen. Diese Strategie hat sich auch ganz gut bewährt, aber bei neuen Ubuntu-Releases schaut man ab und zu doch mal drauf, um zu sehen, in welche Richtung es in Zukunft gehen wird.

Jetzt ist die Beta von“ Karmic Koala“ herausgekommen, und bei der gibt es gleich zwei ziemlich knackige Änderungen: Zum Einen wird standardmäßig das Dateisystem Ext4 verwendet, und zum Anderen wird als Bootloader Grub2 eingesetzt.

Beides ist für mich besonders relevant, weil es direkt mit meinem Backup/Restore-Konzept zu tun hat.

Die ersten Tests verliefen recht angenehm. Mein neuer WLAN-Stick (nicht von AVM) wurde sauber erkannt, und ich mußte nur den WPA2-Schlüssel eingeben, damit das Netzwerk funktioniert (das muß ich mitttlerweile aber relativieren, denn nach einigen Updates funktioniert das WLAN jetzt nur noch sehr unzuverlässig :( ). Auch der proprietäre NVIDIA-Grafikkartentreiber ist ohne Probleme nutzbar. Zum ersten Mal kann ich „Suspend-to-Ram“ und „Suspend-to-Disk“ wirklich „Out-of-the-Box“ benutzen, da wurde großartige Arbeit geleistet.

Eine faustdicke Überraschung ist allerdings dieses Grub2. Hier ist irgendwie alles anders als bei Grub, und ich glaube, es wäre fast besser gewesen, diesem Bootloader gleich einen gänzlich anderen Namen zu geben.

Das Problem ist, daß Grub2 nicht abwärtskompatibel ist. War man bislang gewohnt sein System mit Hilfe der /boot/grub/menu.lst anzupassen, so muß man hier kräftig umdenken, denn dieser Mechanismus wurde radikal umgekrempelt.

Bei Grub2 werden alternative Kernel und Betriebssysteme nämlich nicht mehr statisch eingetragen, sondern bei einem „sudo update-grub“ dynamisch aus der vorliegenden Systemkonfiguration ermittelt. Bei Installationen mit mehreren Betriebssystemen hat das durchaus gewisse Vorteile, aber wenn man z.B die SystemRescueCD zusätzlich auf der Festplatte installieren möchte, ist erstmal einiges an Gehirnschmalz zu investieren, damit das reibungslos klappt.

Für mich bedeutet das, daß ich hier einige Artikel ergänzen muß (kotz), damit diesem Sachverhalt genüge getan wird.

Aber die Sache hat auch etwas Positives: Mit Grub2 soll man direkt von einem Raid-Verbund booten können. Das war bislang nur bei einem Raid-1 möglich, und wenn das jetzt auch mit den anderen Raid-Leveln möglich ist, wäre das ein gigantischer Fortschritt.

Es stellt sich nun die Frage, ob man das Update auf Karmic Koala gefahrlos mitmachen kann, denn mit einem neuen Dateisystem und einem völlig neuen Bootloader werden ganz essentielle Bestandteile des Betriebssystems geändert. Die Entwicklung von Grub2 ist z.B. noch gar nicht abgeschlossen, und Ext4 ist auch noch ziemlich neu. Das Problem dabei ist, daß Dokumentation und Erfahrungsberichte dazu noch recht dünn gesät sind.

Ich persönlich werde „Karmic Koala“ erstmal auf einer extra Festplatte installieren und ordentlich Erfahrungen sammeln.

Meine „Produktivsysteme“ werde ich dann ab dem 26.04.09 umstellen, wenn die nächste LTS-Version „Lucid Lynx“ herauskommt.

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Videokonvertierung für Nokia 5800 unter Ubuntu

Verfasst von princo am 17.03.2009

Der für das Nokia 5800 mitgelieferte Videokonverter funktioniert

  1. Nur unter Windows.
  2. Liefert eine beschissene Qualität.
  3. Kann kaum ein Format wirklich konvertieren. Die meisten Dateien werden einfach abgelehnt.

Davon habe ich die Schnauze gestrichen voll, das ist absoluter Mist. Dafür gibt es jetzt hier die ultimativen Konvertierungsskripte für Linux (getestet auf Ubuntu 8.04, Hardy Heron). Damit habe ich bis jetzt jede Datei umgewandelt bekommen, die sich auf meinem System abspielen läßt. Die Qualität ist 1A, und entspricht der der mitgelieferten Videoclips für das Nokia 5800. Es gibt kein Ruckeln und keine Blockartefakte, wenn das Ausgangsmaterial in Ordnung ist. Die konvertierten Videos sehen auf dem Handy einfach klasse aus.

Dazu muß man nur das Paket mencoder installieren, und eine der beiden nachfolgenden Script-Dateien anlegen.

Wenn man die Konvertierung nur über die Komandozeile durchführen möchte:

Datei „cmd_convert_5800.sh“ im Videoverzeichnis anlegen und ausführbar machen (Achtung: es sind nur zwei Zeilen!):

#!/bin/bash
mencoder -of lavf -lavfopts format=mp4 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts aglobal=1:vglobal=1:acodec=libfaac:abitrate=128:vcodec=mpeg4:keyint=25 -af lavcresample=44100 -vf harddup,scale=640:360 -mc 0 -noskip "$1" -o "$1_5800.mp4"

Achtung!: Die Zeile mit dem mencoder-Befehl geht hier noch weit über den angezeigten rechten Rand hinaus. Bitte beim Cut & Paste darauf achten!

Aufruf im Terminal: ./cmd_convert_5800.sh Videodatei

Wer es etwas komfortabler liebt, der legt alternativ die Datei „Convert Nokia 5800″ in ~/.gnome2/nautilus-scripts an (also unterhalb des Home-Dirs), und macht sie ausführbar (13 Zeilen):

#!/bin/bash
# Videokonverter für Nokia 5800
exec 3> >(zenity --notification --listen)
while read -r FILE
do
  if [[ -f $FILE ]]
  then
    echo "tooltip:Datei ${FILE} wird konvertiert" >&3
    mencoder -of lavf -lavfopts format=mp4 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts aglobal=1:vglobal=1:acodec=libfaac:abitrate=128:vcodec=mpeg4:keyint=25 -af lavcresample=44100 -vf harddup,scale=640:360 -mc 0 -noskip "$FILE" -o "${FILE}_5800.mp4"
  fi
done <<< "$NAUTILUS_SCRIPT_SELECTED_FILE_PATHS"
echo "message:Konvertierung abgeschlossen" >&3
exec 3>&-

Damit kann man dann auch mehrere Dateien direkt über Nautilus konvertieren. Einfach die betreffenden Videodateien markieren (Mehrfachauswahl möglich), und mit Rechtsklick -> Skripte -> „Convert Nokia 5800″ die Umwandlung starten. Die markierten Dateien werden nacheinander umgewandelt. Die aktuell konvertierte Datei wird in der der Statusleiste (da wo auch die Uhrzeit steht) angezeigt.

Eine richtige Statusanzeige über den exakten Fortschritt der einzelnen Konvertierungschritte gibt es nicht, aber die Konvertierung erfolgt insgesamt sehr schnell. Auf jeden Fall viel schneller als unter Windows.

Für Rückfragen und Huldigungen gibt es die Kommentarfunktion

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SystemRescueCD auf Festplatte installieren

Verfasst von princo am 24.12.2008

Eines meiner Lieblingswerkzeuge ist ja die SystemRescueCD. Nicht etwa, weil ich hier ständig irgendwelche Daten retten muß, sondern weil so extrem vielseitig verwendet werden kann. So ist sie beispielsweise integraler Bestandteil meines Backup-Konzepts.

Weil es mit der Zeit doch etwas lästig sein kann, mit einer CD oder einen USB-Stick zu hantieren, habe ich die SystemRescueCD einfach auf meiner Festplatte installiert. Sie kann dann ganz einfach beim Systemstart aus dem Grub-Menü ausgewählt werden. CDs oder USB-Sticks werden dann nicht mehr benötigt.

Die Installation ist auf einem Linux-System (hier Ubuntu) ziemlich einfach:

Man legt auf seiner Festplatte das Verzeichnis /sysrcd an, und kopiert dort von der SystemRescueCD diese fünf Dateien rein:

  • initram.igz
  • rescuecd
  • sysrcd.dat
  • sysrcd.md5
  • version

Wichtig!: Die Dateinamen müssen unbedingt in Kleinbuchstaben geschrieben sein!

Danach editiert man die Datei /boot/grub/menu.lst , und hängt dort folgenden Eintrag an:

title    SystemRescueCD
root     (hd0,1)
kernel   /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de docache
initrd   /sysrcd/initram.igz
boot

Wichtig ist hierbei, daß der Eintrag root (hd0,1) auf die korrekte Partition zeigt. Da ich am Anfang der Festplatte eine Windows-Installation liegen habe, muß die zweite Ziffer eine 1 sein. Ist Ubuntu als alleiniges System installiert, kommt da natürlich eine 0 hin, wie es auch im Video der Fall ist.

Der Parameter docache sorgt dafür, daß die SystemRescueCD komplett in den Arbeitsspeicher geladen wird. Dafür sollte der Rechner mind. 512 MB RAM haben. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, daß man mit dieser Konfiguration ein vollständiges Backup seines Rechners machen kann, was ich in einem späteren Artikel noch genauer beschreiben werde.

Um die einzelnen Schritte zur Integration dieser CD zu verdeutlichen, gibt es heute mal ein Video-Tutorial dazu:

Klick aufs Bild öffnet Video. Vollbilddarstellung wird empfohlen.

Klick aufs Bild öffnet Video. Vollbilddarstellung wird empfohlen.

Wichtiger Hinweis zum Video: Das erste Nautilus-Fenster wird mit root-Rechten gestartet. Nur damit können die Aktionen durchgeführt werden. Bei einer Fehlbedienung könnt ihr euch aber auch das ganze System zerschießen, also seid vorsichtig!

Wenn alles richtig durchgeführt wurde, könnt ihr die SystemRescueCd über einen eigenen Eintrag im Grub-Menü starten. Dabei entfällt auch die Eingabe der deutschen Tastaturbelegung.

Update 11.10.20009, SystemRescueCD in GRUB2 einbinden:

Ab Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) wird ein anderer Bootloader verwendet, und dabei wird die SystemRescueCD nicht mehr über einen Eintrag in der /boot/grub/menu.lst eingebunden.

Dafür legt man mittels der obigen Nautilus-Methode die Datei /etc/grub.d/42_sysrcd mit folgendem Inhalt an:

echo "Adding SystemRescue" >&2
cat << EOF

menuentry "SystemRescueCD 32bit" {
set root=(hd0,5)
linux   /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de nonet docache
initrd  /sysrcd/initram.igz
}

Diese Datei muß hinterher unbedingt noch ausführbar gemacht, und in den Bootloader aufgenommen werden.

Dies geschieht im Terminal mit diesen beiden Befehlen

sudo chmod +x /etc/grub.d/42_sysrcd
sudo update-grub

Danach sollte man beim Booten die SystemRescueCD auswählen können.

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Wie man Ubuntu NICHT testen sollte.

Verfasst von princo am 17.12.2008

Also dieses Ubuntu-System scheint ja derzeit einen richtigen Siegeszug anzutreten. Immer mehr Leute interessieren sich aus den unterschiedlichsten Gründen dafür. Windows-Nutzer, weil sie mal was Neues ausprobieren wollen, und selbst eingefleischte Linux-Nutzer, weil sie endlich mal mit einer modernen Distribution arbeiten wollen.

Selbst Leute, die aus beruflichen Gründen mit anderen Linux-Distributionen arbeiten müssen, packen Ubuntu auf ihre privaten Rechner. Sie werden ihre Gründe dafür haben.

Da ich selbst vor einiger Zeit auf dieses System umgestiegen bin, und damit sehr zufrieden bin, freut mich diese Entwicklung natürlich.

Allerdings beobachte ich derzeit auch, daß sich viele „unerfahrene“ Benutzer an diesem System versuchen. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, weil Ubuntu prinzipiell sehr einfach zu installieren und zu bedienen ist.

Aber es gibt mindestens drei Dinge, über die man als Anfänger sehr leicht stolpern kann:

  1. Ungeeignete Hardware:
    Oft wird für einen solchen Test ein Rechner hergenommen, der nicht so häufig benutzt wird, oder schon etwas älter ist. Das ist eigentlich kein Problem. Schwierig wird es jedoch, wenn es sich dabei um einen Laptop/Notebook handelt. Das sind nämlich Geräte, welche meist sehr exotische Hardwarekomponenten haben, und auf denen treten dann schnell sehr schwierige Probleme auf, mit denen ein Anfänger einfach überfordert ist. Das ist übrigens kein spezielle Problem von Ubuntu, sondern betrifft auch Windows.Versucht mal, eine normale XP-Installation (keine Recovery-CD!) auf einem aktuellen Laptop durchzuführen. Das wird fast immer scheitern, weil hier sehr wichtige Treiber bereits während der Installation eingebunden werden müssen. Solche Geräte eigenen sich einfach nicht, um ein völlig neues Betriebssystem auszuprobieren.

    Besser ist es, einen ganz normalen Desktop-Rechner dafür zu benutzen.

  2. Die falsche Ubuntu-Version:
    Ubuntu ist ein System, welches sich geradezu rasant weiterentwickelt. Alle halbe Jahre kommt eine neue Version raus, und es ist nur verständlich, daß man seinen Test mit der gerade aktuellen Version durchführen möchte. Dies bringt aber so einige Tücken mit sich, welche man am Anfang noch gar nicht überschauen kann. Das Problem ist auch, daß diese Versionen relativ kurzlebig sind, d.h. nur über einen begrenzten Zeitraum mit Sicherheits-Updates versorgt werden.Dies führt dann sehr schnell zu einer Situation, welche man doch eigentlich vermeiden wollte: Der ständige Zwang zum Upgrade auf die jeweils neueste Version.Aus diesem Grund empfehle ich, Ubuntu vornehmlich in den sog. LTS-Versionen einzusetzen. Hierbei sind die Produktzyklen wesentlich länger und man hat genügend Zeit, sich in dieses System einzuarbeiten.
  3. Einsatz der Live-CD oder die Verwendung von virtuellen Maschinen:
    Die Live-CDs eignen sich kaum zum Testen von Ubuntu. Das Arbeiten damit ist einfach viel zu langsam. Das macht keinen Spaß und wird einen eher abschrecken.Etwas besser ist es, wenn man Ubuntu in einer virtuellen Maschine ausprobiert. Hier kann man zumindest die Bedienung des Systems kennenlernen. Allerdings kann man damit nicht austesten, wie sich Ubuntu mit der verwendeten Hardware verträgt.Ein guter Kompromiss ist Wubi, womit man Ubuntu unter Windows installiert. Wubi (Ubuntu) trägt sich in den Windows-Bootmanager ein, verändert aber nichts an der Partitionierung des Rechners. Damit läßt sich Ubuntu quasi unter Echtbedingungen testen, und man merkt schnell, ob es Probleme mit der Hardware geben könnte.

Natürlich muß man sich nicht an diese Empfehlungen halten. Man kann natürlich auch ein hypermodernes Notebook eines sudanesischen Startups mit nichtdefinierbaren Grafikchipsatz verwenden. Das wird irgendwann auch funktionieren, und dann hat man aber richtig was gelernt ;-)

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Virtualbox: Mausintegration eines Ubuntu Intrepit Ibex Gastsystems verbessern

Verfasst von princo am 29.11.2008

Nutzt man die Virtualisierungslösung „VirtualBox“ von Sun, und installiert dort als Gastsystem Ubuntu 8.10 Intrepit Ibex, so funktioniert die Mauszeigerintegration auch nach Installation der Gasterweiterungen nicht vollständig.

Das Problem wird gelöst, wenn man die Datei /etc/X11/xorg.conf innerhalb des Gastsystems ändert :

Section "InputDevice"
Identifier   "Configured Mouse"
Driver       "vboxmouse"
Option       "CorePointer"
EndSection

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Festplatte richtig leer machen

Verfasst von princo am 02.11.2008

Mittlerweile sollte es sich herumgesprochen haben, daß man gebrauchte Festplatten, welche man veräußern möchte, sehr sorgfältig löschen sollte, und ein normales Formatieren dafür auf gar keinen Fall ausreichend ist.

Es gibt aber noch einen anderen Anwendungsfall, bei dem es sehr ratsam ist, seine Festplatte komplett zu löschen: Und zwar genau dann, wenn man auf dieser Platte eine neue Betriebssysteminstallation vornehmen möchte.

Die Vorteile dieser Vorgehensweise sind allerdings etwas schwierig zu beschreiben, aber es hat u.a. große Auswirkungen falls man sich danach von der Installation ein Image ziehen möchte. Zudem wird dadurch zwangsläufig dafür gesorgt, daß sämtliche Parameter der Festplatte (z.B. Medienkennung, Masterbootrecord und Partitionen) garantiert sauber eingerichtet werden.

Der Nachteil dabei ist, daß dieses saubere Löschen u.U. einige Stunden dauern kann. Dennoch empfehle ich ausdrücklich, diesen Vorgang durchzuführen.

WARNUNG!: Die nachfolgenden Ausführungen beschreiben das vollständige und unwiderrufliche Löschen einer gesamten Festplatte, auch wenn diese aus mehreren Partitionen bestehen sollte.

Eine entsprechende Sorgfalt beim Ausführen dieser Schritte ist daher ziemlich wichtig :mrgreen:

Als ein sehr gut geeignetes Werkzeug bietet sich der Einsatz der SystemRescueCD an. Diese bietet dafür mehrere Programme an, wobei hier nur zwei davon beschrieben werden, weil sie dafür besonders gut geeignet sind.

Das Programm MHDD:

Man bootet die SystemRescueCD und gibt am Bootprompt „mhdd“ ein. Nachdem das Progamm gestartet ist, wählt man (sorgfältig!!!) die zu löschende Festplatte aus.

Danach gibt man den Befehl ERASE ein. Man bestätigt die vorgegebenen Werte mit Enter, und startet die Löschprozedur (Achtung: Y und Z sind vertauscht, englische Tastaturbelegung.).

Deer Vorgang kann, je nach Größe der Festplatte, einige Stunden dauern.

Löschen mit dem dd-Befehl:

Man bootet die SystemRescueCD und gibt am Bootprompt rescuecd setkmap=de ein.

Nach dem der weitere Bootvorgang abgeschlossen ist, löscht man die Platte mit dem Befehl

dd if=/dev/zero of=/dev/sda bs=1MB conv=notrunc

Für sda muß natürlich die richtige Festplatte angegeben werden.

Abwandlung für den Einsatz eines verschlüsselten Dateisystems:

Hierbei wird die Festplatte nicht mit Nullen, sondern mit Zufallswerten überschrieben, was den Nachweis einer Verschlüsselung erschwert, oder gar unmöglich macht.

dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=1MB conv=notrunc (sehr langsam)

oder

dd if=/dev/random of=/dev/sda bs=1MB conv=notrunc (sehr, sehr, sehr langsam)

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