Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Bruno der Problembär ist tot.

Posted by princo - 28.06.2006


Fast so unausweichlich wie der Rufjunge und die WM macht sich im Netz das Thema „Der Bär ist tot, wie gemein!“ breit.

Die meisten Beiträge handeln davon, daß man den Bären nicht hätte töten müssen, einige meinen daß der Bär ja eher da war als der Mensch, und der Mensch der Eindringling ist. Wieder andere meinen, daß man den Bären ja hätte betäuben können, um ihn hinterher in einem Zoo weiterleben zu lassen.

Das sind alles ganz ehrenwerte Überzeugungen, und ich will mich gar nicht in die heftige Debatte einmischen, weil wirklich jeder Laien-Experte etwas dazu zu sagen hat.

Die Tierschützer meinen, daß der Bär hätte vergrämt werden können, damit er sich nicht mehr in die Nähe menschlicher Siedlungen bewegt. Dann hätte Mensch und Bär locker nebeneinander leben können.

Nun hat man aber in den letzten Wochen ganz drastisch erleben müssen, daß so ein Bär nicht so doof ist, wie man gemeinhin annimmt. Er hat gemerkt, daß es für ihn einen reichgedeckten Tisch in der Nähe der Menschen gibt, und hat sich öfters einen Schafs-Snack gegönnt. Menschen hat er nicht angegriffen, aber wäre es so geblieben? Sicher nicht.

Der Bär hatte kein festes Revier, er legte große Strecken zurück, daher war es auch so schwer ihn zu finden. Bär und Mensch im gleichen Gebiet? Friedlich nebeneinander? Wohl kaum.

Möglicherweise hilft es ja, sich die Situation in anderen Ländern anzusehen, wo Bären genug Platz haben, und sich der Mensch mit der Situation arrangiert hat.

Ich erinnere mich an einen Fersehbericht aus dem hohen Norden und suche bei Google nach den Begriffen „tromsö eisbären studenten gewehr“.

Bei den nördlichsten Universitäten bekommen die Erstsemester nämlich ein Gewehr und einen Schieß-Kurs verpasst, da es außerhalb der Städte sehr wahrscheinlich ist, auf Eisbären zu treffen. Das Gewehr darf natürlich nur zur Selbstverteidigung gegen die Bären eingesetzt werden, und es gibt strenge gesetzliche Regelungen.

Wer dort oben ohne Gewehr rumrennt, wird als lebensmüde angesehen.

Man mag nun einwenden, daß es sich um eine nicht vergleichbare Situation handelt, da es dort oben mehr Bären gibt, als hier, wo wir es nur mit einem einzigen Exemplar zu tun hatten.

Aber macht das für die Leute einen Unterschied, die in diesem Gebiet leben?

Coole Idee: Familienausflüge mit Bärengeleitschutz.

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