Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Nachgebloggt

Posted by princo - 09.09.2007


Vor einiger Zeit hatte ich über die Webseite einer norddeutschen Firma geschrieben, welche gehackt wurde, und über die dann Viagra-Werbung verbreitet wurde. Da sich dieser Zustand nicht änderte, und auch auf meine Mails keine Reaktion erfolgte, habe ich mir die Mühe gemacht, dort mal anzurufen.

Die Dame am Telefon war sehr nett, sie konnte sich sogar an meine Mail erinnern, und daß sie diese ungelesen gelöscht hat. Frei nach dem Motto „das kenn‘ ich nicht, das les‘ ich nicht“.

Wir haben dann ganz nett geplauscht, und ich habe ihr die betreffende Mail nochmal geschickt. Die peinlichen Veränderungen der firmeneigenen Webseite konnte sie leider nicht selbst in Augenschein nehmen, denn der Internetzugang ist dort reine „Chefsache“.

Sie kam auch sonst leicht ins Schleudern, und fragte mich ständig, von welcher Firma ich denn nun wäre.

Die Tatsache, daß sich ein einfacher Privatmensch um wildfremde Webseiten kümmert, passte nicht so ganz in den normalen Tagesablauf.

Spät abends war die Webseite wieder gefixt, die unerwünschte Werbung beseitigt, und das Sicherheitsleck geschlossen.

Meinen Artikel habe ich daraufhin offline genommen, weil es für die Firma schon schlimm genug ist, daß tausende Spameinträge in unbetreuten Foren, Gästebüchern und Blogs weiterhin auf die (mittlerweile beseitigten) Werbe-Einträge verweisen.

Ich verbuch das intern mal als „gute Tat“ 😈

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4 Antworten to “Nachgebloggt”

  1. Den Artikel offline zu nehmen, finde ich nicht gut, denn damit entsteht eine Informationslücke. Wenn Du ihn stehen lässt (und vielleicht sogar hier darauf verlinkst), dann kann jeder Leser sich informieren, was denn da los gewesen ist.

    Außerdem hinterlässt das Löschen von Content immer den Zweifel, ob da jemand seine früher getroffenen Aussagen manipuliert – ein Vorwurf, der auf Dich gewiss nicht zutrifft, aber nicht jeder liest Dein Blog lange genug, um sich dieses Urteil bilden zu können!

  2. princo said

    Der „Nachteil“ meines Blogs ist, daß bestimmte Artikel (besonders über kleinere Firmen) bei Google ziemlich weit oben gerankt werden. So tauchte bei der Suche nach dem Firmennamen mein Artikel gleich an zweiter Stelle auf.

    Ich konnte die betreffende Firma aber jetzt beim besten Willen nicht mehr als „Störer“ ansehen, der Fehler wurde beseitigt, und wird hoffentlich nicht wieder auftreten. Auch hat die Firma durch die „Störung“ selbst keinen unfairen Vorteil erlangt.

    Nun könnte man überlegen, ob mein Artikel dokumentarischen Wert hatte. In diesem speziellen Fall eher nicht, weil die von mir angeführten Links die Veränderungen jetzt nicht mehr zeigen. Auch war ich in meinem Artikel weder auf die benutzte Lücke, noch auf die besondere Art wie fremder Content in die Seite eingebracht wurde, eingegangen.

    So gesehen, war die Grundlage für den Artikel komplett entfallen, und der Artikel machte keinen positiven Sinn mehr. Ehrlich gesagt, war ich damit auch etwas über das Ziel hinausgeschossen, und letztendlich froh, ihn runternehmen zu können.

    Im Übrigen habe ich schon öfters Artikel runtergenommen, wenn sie ihren Zweck erfüllt hatten. Es gab aber leider auch Situationen, in denen ich solche Artikel wieder reaktivieren musste 😦

  3. Da warst Du ja erfolgreicher als ich … auf meinen Anruf kam keine Reaktion! 😦

  4. princo said

    Du hast doch nicht etwa einen Anrufbeantworter besprochen? 🙂
    Na, vielleicht beim nächstenmal 🙂
    Es gibt immer wieder Gelegenheit dazu. Die allermeisten Leute löschen den Spam einfach, obwohl sich daraus tolle Artikel basteln lassen. Hier wäre wieder so ein Kandidat :mrgreen:

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