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Mensch kommt in das Gefängnis

Posted by princo - 12.09.2007


Wie die TAZ heute vermeldet, hat das LG Berlin-Tiergarten einen Menschen wegen versuchten Betruges zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Dieser Mensch hat sich in der Vergangenheit schon oft so verhalten, daß einige Leute daran Anstoß genommen haben.

Deswegen soll er jetzt in das Gefängnis, um über seine schlimmen Taten nachzudenken.

Darüber sind viele Leute sehr froh. Was für diesen Menschen ganz besonders schlimm sein dürfte, ist, daß er danach seinen bisherigen Beruf wohl nicht mehr ausüben darf, weil dieser Beruf nur von besonders geeigneten Menschen gemacht werden darf. Und wer in das Gefängnis muß, weil er nicht so ganz ehrlich war, der darf eben nicht mehr in diesem tollen Beruf arbeiten.

Das hätte er sich mal lieber vorher überlegen sollen.

Und das geschieht ihm ganz recht. Der Mensch hat sich übrigens hier auch schon mal verewigt.


(via fastix, aus der Reihe „bloggen wie bei KiKa“)

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10 Antworten to “Mensch kommt in das Gefängnis”

  1. […] Bericht in neutraler und nicht-identifizierender Form als gesonderter Beitrag veröffentlicht […]

  2. mike said

    Problem bei „solchen Menschen“ ist, dass es relativ egal ist, ob sie ihren Beruf ausüben dürfen oder nicht.
    Im Zweifelsfall „nimmt“ „man“ sich halt einen Anwalt und weiter geht der „Spass“.
    Im Übrigen glaube ich noch nicht dran, dass das so durch- und ab in den Knast geht. Mal schauen, was noch so nachkommt.

  3. MaxR said

    Bitte beim Insgefängnisgehen stets bachten:
    GEHEN SIE NICHT ÜBER LOS , ZIEHEN SIE NICHT 4.000 EIN.

  4. princo said

    Ob das Urteil in der derzeitigen Form Bestand haben wird, wird derzeit im Lawblog diskutiert.
    Aber die Vorstellung ist doch sehr reizvoll.

  5. Hm, Betrüger und Veruntreuer darf man ihn also nicht nennen, da diese Urteile noch nicht rechtskröftig sind? Aber Urkundenfälscher schon?

    „Günther Freiherr Von Gravenreuth, rechtskräftig verurteilter Urkundenfälscher“ – das ist doch schon einmal ein Anfang!

    Der wohl wichtigste Satz hingegen stammt aber wohl aus der Urteilsbegründung in diesem Betrugsfall:

    „Die Allgemeinheit muss vor Ihnen geschützt werden.“

    Dem ist nichts hinzuzufügen!

  6. princo said

    @Andi: Für die Nennung der Klarnamen von Straftätern gibt es Einiges zu beachten. Nicht, das mich das besonders jucken würde, aber der Link ist lesenswert.

    Zur Namensnennung des Menschen habe ich mich schon an anderer Stelle geäußert.

  7. So ein Blödsinn – wen der Spiegel darüber berichtet, dass Herr von Grevenreuth im Jahr 2000 wegen Urkundenfälschung verurteilt wurde, dann ist das ja wohl länger als ein halbes Jahr her – oder zählt das jeweils ab einer erneuten (nicht unbedingt rechtskräftigen) Verurteilung? Wie soll man denn über ein Gerichtsurteil berichten, bei dem das Gericht eine Vorstrafe des Angeklagten in die Urteilsbegründung mit einfließen lässt, ohne diese Vorstrafe zu erwähnen?

    Gesetzgebung hat manchmal erschreckend wenig mit gesundem Menschenverstand zu tun…

  8. princo said

    Hrrgnnnh, Andi: du bist gerade so richtig auf dem falschen Dampfer.

  9. Dann klär mich doch auf?

  10. princo said

    Dir wird aufgefallen sein, daß dieser Artikel in Kombination mit einem anderen Artikel erschienen ist. Ich nenne das mal eine „hängende Doppelspitze“.

    Man kennt ja mittlerweile seine Pappenheimer, und wenn du mal die Kommentare #112/113 dieses Artikels liest, wirst du zumindest erahnen, warum ich das gemacht habe 🙂

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