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Berichterstattung im Fall Madeleine McCann (II)

Posted by princo - 15.09.2007


Nachdem fast sämtliche Zeitungen und sonstige Medien gerade am Wettbewerb „Wer kann dazu die größte Scheisse schreiben?“ teilnehmen, und für die Leser ständig neue Versionen einer ziemlich grausamen Geschichte erfinden, ist man dankbar darüber, daß es Artikel gibt, welche nicht den gleichen Blödsinn wie die anderen wiedergeben.

Die Auswirkungen einer solchen Berichterstattung sind fatal, ständig werden die Verdächtigen ausgewechselt. War es gestern noch der Nachbar, ist es heute die Mutter und morgen wieder der Nachbar. Übermorgen wird es wohl eine gemeinsame Tat von allen gewesen sein.

Man wird ständig mit neuen, aber inhaltsleeren und nicht nachprüfbaren Fakten zugemüllt, ohne daß ein Fortschritt bei den Ermittlungen sichtbar wird. Gibt es überhaupt noch Ermittlungen? Wurden nicht die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft übergeben? Was ist da eigentlich los?

Die „Welt Online“, beschäftigt sich mit „Kate McCann – Das Rätsel ihrer Regungslosigkeit„, einem sehr interessanten Artikel, dem man den anderen Schreiberlingen ganz griffig um die Ohren hauen sollte.

Zur Art der Berichterstattung hatte ich übrigens hier bereits etwas geschrieben.

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Eine Antwort to “Berichterstattung im Fall Madeleine McCann (II)”

  1. Ich habe mir den verlinkten Artikel durchgelesen und verstehe Deine Begeisterung überhaupt nicht – was für ein inhaltsloses Geschwurbel!

    Um darauf hinzuweisen, dass wir als Außenstehende den Fall nicht beurteilen können (der einzige Inhalt des langen Textes), werden da seitenweise ach so literarisch wertvolle Zitate angebracht, das Ganze verquickt mit ein paar Allgemeinplätzen wie der briteischen Countenance und der gerade erst (naja, vor über 30 Jahren!) einer Diktatur entwachsenen portugiesischen Gesellschaft. „Das weiß man auch in Portugal“ – wow, wie tiefschürfend! „Kampf der Kulturen“. meine Fresse! Und die reißersiche Bildunterschrift „Was wissen Madeleines Eltern?“ fehlt auch nicht! Ein cool klingendes Fremdwort dazu (kognitive Dissonanz), sowie völlige Abwesenheit jeglicher bekannter Fakten (ein paar Ermittlungsergebnisse sind ja nun doch schon veröffentlicht worden), dafür werden Belanglosigkeiten wie die Segnung des Fotos besprochen…

    Ich erkenne in diesem Artikel nur das Werk eines Wichtigtuers, der die Populariät dieses Falles nutzt, um pseudo-intellektuelles Gefasel herunterzumasturbieren. Um Brecht zu zititeren, gibt es passendere Themen.

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