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Externe Festplatten: Trügerische Sicherheit

Posted by princo - 16.11.2008


mystica_usb_hd_externalVorhin wurde hier eine Festplatte vorbei gebracht. 750 GB groß, angeblich zu 3/4 gefüllt.

„Kannst du mal schauen, ob da noch etwas zu machen ist?“.

Beim Einschalten macht sie nur noch regelmäßige und sehr seltsame Geräusche. Keine Chance das Teil irgendwie zum Laufen zu bringen. Klarer Garantiefall, das Teil ist erst wenige Monate alt. Ob es noch eine Chance gibt, die darauf befindlichen Daten zu retten? Mit Bordmitteln jedenfalls nicht. Per Software ist da nichts mehr zu machen. Mal sehen, ob der Herstellersupport da noch was machen kann.

Bitter: Auf dieser Platte (und nur dort) sind sämtliche Familienfotos abgespeichert gewesen.

So günstig und praktisch externe Festplatten sein mögen, aber auch diese Dinger können kaputt gehen. Und wenn dieser Fall eintritt, ist der Schaden gar nicht mehr zu beziffern, weil die Teile eben soviel Kapazität haben. Sowas tut richtig weh, gerade wenn es sich um unersetzbare Fotos handelt.

Tipp für die Zukunft: Wichtige Daten sollten grundsätzlich auf mehreren unabhängigen Datenträgern gespeichert werden. Externe Festplatten sollte unbedingt einen eigenen Stromschalter und eine eingebaute Kühlung haben.

Vielleicht sollte ich mal einen Artikel darüber schreiben.

6 Antworten to “Externe Festplatten: Trügerische Sicherheit”

  1. Sven said

    Also externe Festplatten sollte man dazu benutzen, wozu sie ursprünglich auch gedacht waren, nämlich zur Sicherung!
    Also kein Dauerbetrieb am Rechner.
    Eigener Schalter ja, aber eigene (aktive) Lüftung nein, denn bei bestimmungsgemäßer Nutzung reicht die passive Kühlung voll und ganz aus.
    Wichtig ist gerade bei den Mausschubsernsystemen, die Platte immer ordentlich auszuhängen, bevor man diese vom Rechner/vom Netz trennt.

  2. Mike said

    In einem FreeBSD-Forum fand ich folgendes Zitat: „Daten, die nur an einem Ort gespeichert sind, gelten als gelöscht.“ Treffend formuliert und leicht zu merken. BTW: Ein RAID hilft da auch nicht, denn der Blitz erkennt dies beim Einschlag nicht😉

  3. Jupp Schmitz said

    Es gibt einige Möglichkeiten, doch noch an die Daten auf der Festplatte zu kommen – wobei der Herstellersupport NICHT an erster Stelle stehen sollte! Einfach mal in Google „Datenrettung“ eingeben … ich empfehle immer ausdrücklich „Kroll Ontrack“!

  4. princo said

    @Sven: Was spricht gegen eine Kühlung? Ich habe hier eine selbstassemblierte externe Platte mit einem Lüfter, den ich sogar abschalten kann. Mit Lüfter wird das ganze Gerät gerade mal handwarm. Die Hardware wird thermisch viel weniger belastet, was der Lebensdauer zugute kommt.

    Alle anderen externen Platten (ohne Lüfter) werden doch ziemlich heiß. Gut, das könnte man durch kurze Nutzungszeiten in den Griff bekommen, aber eine Platte mit 1 TB Kapazität muß schon ein paar Stunden laufen, wenn sie am Stück gefüllt wird. Eine ordentliche Lüftung kann da nicht schaden.

    @Mike: Klasse Zitat, das werde ich mir merken.

    @Jupp Schmitz: Nicht ohne Grund halten die sich mit Preisangaben sehr zurück. Das Problem ist, daß es für eine Firma kein Problem ist, dafür einige hundert bis tausende Euro auszugeben (schließlich haben sie das Geld ja beim Backup-Konzept eingespart). Aber für Privatleute wird’s dann doch sehr empfindlich. Der Tipp ist dennoch gut, werde das dem „Opfer“ mal vorschlagen. Wenn es möglich ist nur die Bilder retten zu lassen, ist der Preis ja vielleicht nicht ganz so hoch. Danke dafür.

  5. Klaus said

    Das ist immer das gleiche. Da geben die Leute Geld für eine externe Festplatte aus und sparen dann die paar Kröten für DVD-Rohlinge um eine zusätzliche Sicherung zu machen. Besonders beliebt sind bei mir auch User, die ihren Backup auf einem Memory-Stick oder auf einer SD-Karte ablegen. Hab ich alles schon erlebt.
    Wir benutzen externe Platten nur um Images darauf abzulegen, um so eine schnelle Herstellung der Daten zu gewährleisten. Zusätzlich haben wir Streamer bzw. einen separaten Sicherungsserver im Einsatz. Klar das ist geschäftlich, aber wie Jupp schon sagte “Daten, die nur an einem Ort gespeichert sind, gelten als gelöscht.”

  6. Klaus said

    Sorry – war nicht Jupp – war Mike mit dem Zitat 🙂

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