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SystemRescueCD auf Festplatte installieren

Posted by princo - 24.12.2008


Eines meiner Lieblingswerkzeuge ist ja die SystemRescueCD. Nicht etwa, weil ich hier ständig irgendwelche Daten retten muß, sondern weil so extrem vielseitig verwendet werden kann. So ist sie beispielsweise integraler Bestandteil meines Backup-Konzepts.

Weil es mit der Zeit doch etwas lästig sein kann, mit einer CD oder einen USB-Stick zu hantieren, habe ich die SystemRescueCD einfach auf meiner Festplatte installiert. Sie kann dann ganz einfach beim Systemstart aus dem Grub-Menü ausgewählt werden. CDs oder USB-Sticks werden dann nicht mehr benötigt.

Die Installation ist auf einem Linux-System (hier Ubuntu) ziemlich einfach:

Man legt auf seiner Festplatte das Verzeichnis /sysrcd an, und kopiert dort von der SystemRescueCD diese fünf Dateien rein:

  • initram.igz
  • rescuecd
  • sysrcd.dat
  • sysrcd.md5
  • version

Wichtig!: Die Dateinamen müssen unbedingt in Kleinbuchstaben geschrieben sein!

Danach editiert man die Datei /boot/grub/menu.lst , und hängt dort folgenden Eintrag an:

title    SystemRescueCD
root     (hd0,1)
kernel   /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de docache
initrd   /sysrcd/initram.igz
boot

Wichtig ist hierbei, daß der Eintrag root (hd0,1) auf die korrekte Partition zeigt. Da ich am Anfang der Festplatte eine Windows-Installation liegen habe, muß die zweite Ziffer eine 1 sein. Ist Ubuntu als alleiniges System installiert, kommt da natürlich eine 0 hin, wie es auch im Video der Fall ist.

Der Parameter docache sorgt dafür, daß die SystemRescueCD komplett in den Arbeitsspeicher geladen wird. Dafür sollte der Rechner mind. 512 MB RAM haben. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, daß man mit dieser Konfiguration ein vollständiges Backup seines Rechners machen kann, was ich in einem späteren Artikel noch genauer beschreiben werde.

Um die einzelnen Schritte zur Integration dieser CD zu verdeutlichen, gibt es heute mal ein Video-Tutorial dazu:

Klick aufs Bild öffnet Video. Vollbilddarstellung wird empfohlen.

Klick aufs Bild öffnet Video. Vollbilddarstellung wird empfohlen.

Wichtiger Hinweis zum Video: Das erste Nautilus-Fenster wird mit root-Rechten gestartet. Nur damit können die Aktionen durchgeführt werden. Bei einer Fehlbedienung könnt ihr euch aber auch das ganze System zerschießen, also seid vorsichtig!

Wenn alles richtig durchgeführt wurde, könnt ihr die SystemRescueCd über einen eigenen Eintrag im Grub-Menü starten. Dabei entfällt auch die Eingabe der deutschen Tastaturbelegung.

Update 11.10.20009, SystemRescueCD in GRUB2 einbinden:

Ab Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) wird ein anderer Bootloader verwendet, und dabei wird die SystemRescueCD nicht mehr über einen Eintrag in der /boot/grub/menu.lst eingebunden.

Dafür legt man mittels der obigen Nautilus-Methode die Datei /etc/grub.d/42_sysrcd mit folgendem Inhalt an:

echo "Adding SystemRescue" >&2
cat << EOF

menuentry "SystemRescueCD 32bit" {
set root=(hd0,5)
linux   /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de nonet docache
initrd  /sysrcd/initram.igz
}

Diese Datei muß hinterher unbedingt noch ausführbar gemacht, und in den Bootloader aufgenommen werden.

Dies geschieht im Terminal mit diesen beiden Befehlen

sudo chmod +x /etc/grub.d/42_sysrcd
sudo update-grub

Danach sollte man beim Booten die SystemRescueCD auswählen können.

2 Antworten to “SystemRescueCD auf Festplatte installieren”

  1. […] hat das durchaus gewisse Vorteile, aber wenn man z.B die SystemRescueCD zusätzlich auf der Festplatte installieren möchte, ist erstmal einiges an Gehirnschmalz zu investieren, damit das reibungslos […]

  2. princo said

    Fehlerkorrektur: Bei dem Skript für Grub2 habe ich die eine Zeile auf „set root=(hd0,5)“ geändert, da das der Standardinstallation von Karmic Koala bei einem zusätzlichen Windows-System entspricht.

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