Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Wie ich mal richtig viel Geld verdient habe ;-)

Posted by princo - 03.07.2009


Es muß so ungefähr 1987 gewesen sein, als sich folgende Begebenheit zugetragen hat: Ich war damals in einer Ausbildung bei einem sog. „Systemhaus“. Unsere Kunden waren überwiegend Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, Forschungseinrichtungen, Gerichte, öffentliche Einrichtungen, Architekten, und Bundesbehörden. Privatleute zählten eher nicht dazu, dafür waren wir zu teuer, und zu dieser Zeit waren richtige PC’s in Privathaushalten auch nicht sehr verbreitet.

Wir reden hier von der XT/AT-Ära, wem das was sagt.

Also, wir hatten da einen Kunden, der sich seine Zahnarztpraxis auf EDV umstellen ließ. Von der Praxis ist mir in Erinnerung geblieben, daß sich im Wartezimmer einige etwa anderthalb Meter große Holzpenisse befanden, aber das sei hier nur am Rande erwähnt.

Dieser Zahnarzt wollte nun unbedingt auch einen eigenen Rechner zu Hause haben. Das war zu der damaligen Zeit ziemlich ungewöhnlich. Außerdem bestand er darauf, daß ihm jemand das Ding auch ordentlich erklärt. Ich weiß nicht mehr, wie es genau zustande kam, aber irgendwie hatte ich spitz gekriegt, daß er sich sehr für Computerspiele interessierte.

Das Ganze lief dann daraus hinaus, daß ich zu ihm nach Hause kommen sollte, um ihn „fit zu machen“. Mit meinem damaligen Chef hatte ich ausgemacht, daß ich diese Aktion auf eigene Tasche machen konnte (ja, ich habe schon sehr früh angefangen, mich nach allen Seiten abzusichern).

Mit dem Kunden mußte ich meine „Vergütung“ natürlich selbst aushandeln. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen, und ganz keck die Hälfte unseres regulären Stundensatzes gefordert (bar auf Kralle, ohne Steuern, versteht sich). Das wurde ohne Handeln akzeptiert:mrgreen:

Also schlug ich dann bei diesem Zahnarzt @home auf. Im Gepäck hatte ich einige Disketten mit Goodies, welche damals angesagt waren. Darunter auch eine Kopie von „Leisure Suit Larry in the Land of the Lounge Lizards“.

Larry Laffer

Auf dieses Spiel war er total heiß, denn das war damals in aller Munde. Er wollte damit vor seinen Kumpels angeben, und ich sollte ihm zeigen, wie das Spiel funktioniert. Wenn ich mich richtig erinnere, haben ich ihm das Game damals auf 200 Punkte (also ziemlich weit) hochgespielt, und er war total begeistert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war sehr lange dort, und habe mit Ach und Krach den letzten Zug gen Heimat erwischt.

Von dem Geld, welches ich an diesem Abend verdient habe, bin ich dann drei Wochen in den Urlaub geflogen.

Dies war der Beginn meiner kriminellen Karriere.

Hinweis an meine lieben Stalker: Die Sache ist mittlerweile verjährt.

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