Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost kostenlos online lesen

Posted by princo - 16.12.2009


Gestern wurden die Online-Angebote des Hamburger Abendblatts und der Berliner Morgenpost größtenteils kostenpflichtig.

Viele Menschen halten dies für einen klugen Schritt, da so der ganze zusammenkopierte und oft hetzerische Content der Springer-Presse dem allgemeinen Zugriff entzogen wird. Viele wünschen sich, daß auch die Bild-Zeitung diesen Weg einschlagen wird.

Vorausgegangen ist dem ein ziemlich bizarrer Streit darum, inwiefern Google den Inhalt dieser Online-Angebote indizieren und teilweise sichtbar machen darf, ohne dafür den Verlegern Geld zu bezahlen.

Jetzt hat man also den Inhalt kostenpflichtig gemacht, und dazu einen vermeintlich genialen Kunstgriff getätigt, der natürlich prompt in die Hose gegangen ist.

Für Firefox-Benutzer lassen sich die normalerweise kostenpflichtigen Angebote mit einem ganz einfachen Trick verfügbar machen:

  1. Zuerst einfach mal http://www.morgenpost.de aufrufen.
  2. Kostenpflichtiges Angebot auswählen (die mit dem Euro-Zeichen)
  3. Schauen, was passiert.
  4. Einen neuen Browsertab öffen.
  5. In der Adresszeile des Browsers about:config eingeben
  6. Warnung bestätigen
  7. In der Filterzeile general.useragent.locale eingeben
  8. Auf dem gefundenen Eintrag mit der rechten Maustaste klicken und „Bearbeiten“ auswählen
  9. Den Eintrag von „de“ nach „googlebot“ ändern.
  10. In den Browsertab der Zeitung zurück wechseln, und die Seite neu laden.
  11. Voilá!

Nach Abschluß der Lektüre sollte man die Einstellung auf dem gleichen Weg wieder in „de“ ändern.

Wenn einem die ständige manuelle Änderung lästig ist, dann kann man auch einen der vielen „User-Agent-Switcher“ für den Firefox installieren, und dort den „googlebot“ als zusätzliches Profil anlegen.

Mal sehen, wann sie diese „Lücke“, deren Ausnutzung im Übrigen völlig legal ist, schließen werden.

Tja, liebe Webmaster der Springer-Presse: Ihr müßt Google schon richtig aussperren, mit allen daran geknüpften Konsequenzen. Was ihr da verbrochen habt, gleicht diesen unsinnigen Stoppschildern gegen kinderpornographische Angebote.

Kennt ihr den Spruch „Löschen statt sperren?“. Wenn ihr euer Zeug nicht im Netz haben wollt, dann stellt es gar nicht erst dort rein.

Gefunden via Twitter

Nachtrag: Bei fixmbr hat man noch weitere Möglichkeiten herausgefunden.

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4 Antworten to “Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost kostenlos online lesen”

  1. bee said

    Chapeau! Dieser exquisite Sachverstand, gepaart mit einem brillanten Geist, der Probleme mit rasiermesserscharfer Analyse erkennt und dementsprechend löst, erinnert an einige Kabinettmitglieder. Wir sollten uns vermehrt der Gentechnik zuwenden; so viel Spenderhirn kriegt man auf die Schnelle nicht einmal aus chinesischen Gefängnissen herangekarrt.

  2. princo said

    Nicht zu früh freuen, es gibt auch Möglichkeiten das oben beschriebene Verfahren unwirksam zu machen.

    Aber auch dagegen lassen sich schon diverse Ansätze finden…

  3. dopaminblocker said

    Das Firefox-Add-On „User Agent Switcher“ machts noch einfacher. Aber ich finde nicht das es den Content des Hamburger Abendblattes oder der Morgenpost lesenswerter macht. Viel Spaß hinter der Paywall Axel Springer!

  4. Anonymous said

    Hi die Page wird unter Crome verzerrt dargestellt und die Zeilenumbrueche stimmen nicht und wen die Homepage mit Seitwert geprueft wird stimmen einige Technisch Details nicht

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