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Das falsche Gefühl von Sicherheit

Posted by princo - 15.01.2010


Gestern wurden zwei Beiträge publiziert, welche eindrucksvoll belegen, welchen Wert die ganzen aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen in der Praxis tatsächlich haben: Keinen.

Technische Zugangssysteme auf Flughäfen sind ein Witz:

Nacktscanner lassen sich mit simpelsten Taschenspielertricks überlisten:

Es stimmt natürlich nicht so ganz, daß diese Systeme nun gar keinen Wert hätten: Sie bringen den „Sicherheitsfirmen“ eine Menge Geld ein, dafür daß damit ein völlig falsches Gefühl von Sicherheit erzeugt wird.

Und für einen solchen nutzlosen Mist sollen sich die Menschen vor völlig Fremden auch noch nackt darstellen lassen? Wie bekloppt kann man denn eigentlich sein?

Es ist ein völlig falscher Weg, sich in solch sensiblen Angelegenheiten außschließlich auf die Technik zu verlassen. Es gibt dadurch Null Sicherheitsgewinn.

Weil es hier gerade gut rein passt: Habt ihr zufällig die Sache mit den Moskauer Uberwachungskameras mitbekommen?

Nein?

Warum nicht? Kam das etwa nicht in den Nachrichten oder in den Zeitungen, über die ihr euch informiert?

Nein?

Dann lest euch mal diese Story hier durch (mit Video). Das glaubt man einfach nicht.

Und wenn ihr schon dabei seit, dann gibt es da noch die Geschichte von dem achtjährigen Jungen, der seit seinem zweiten Lebensjahr wie ein Terrorist behandelt wird. Nachtrag: Bei der Taz gibt es eine deutsche Version des Artikels.

Für solche Geschichten muß man übrigens nicht lange suchen. Es fällt auch schwer, die als unvermeidliche Ausnahmen anzusehen, denn alle hier aufgeführten Stories wurden in den letzten beiden Tagen publiziert.

Denkt mal drüber nach, ob das wirklich eine wünschenswerte Welt ist.

3 Antworten to “Das falsche Gefühl von Sicherheit”

  1. Anke said

    Das Schlimmste an der Geschichte mit dem 8jährigen ist, dass er älter werden wird. Während im Moment eigentlich jedem klar ist, dass das alles Blödsinn ist, wird sein Name wohl auch noch auf der Liste stehen, wenn er 18 ist. Dann wird es schwierig werden seiner Umgebung zu erklären, dass er unschuldig auf einer Terroristenliste gelandet ist.

  2. petronella said

    Das Problem ist ja immer wieder, dass die Leute meinen, ihnen könne sowas nicht passieren. Sowas wie falsche Verdächtigungen am Flughafen oder ein Zahlendreher in der IP, der zur Hausdurchsuchung führt oder oder oder. Das können dann ja tatsächlich nur zufällige Ausnahmen sein. Ist zwar irgendwie doof, aber sonst hat der Staat das schon alles fest im Griff…

  3. princo said

    @Anke: Du hast völlig recht, das mit dem „älter werden“ wird sich zu einem echten Problem für den Kleinen entwickeln.

    @Petronella: Es kann sich aber später niemand mehr darauf berufen, daß er von nichts gewußt hat. In Filmen wie „Brazil“ und Büchern wie „1984“ wurden die heutigen Verhältnisse bis ins kleinste Detail vorhergesagt. Ich bin erschüttert, daß das alles tatsächlich Realität werden konnte.

    Link zum deutschsprachigen Taz-Artikel nachgetragen.

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