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innerer Reichsparteitag – Skandal der Ahnungslosen

Posted by princo - 14.06.2010


Während der Halbzeitpause des WM-Vorrundenspiels Schland gegen Australien benutzte die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein im Gespräch mit Oliver Kahn eine Formulierung, welche eine große Welle der Empörung  auf Online-Diensten wie Twitter und Facebook auslöste.

Hier die betreffende Passage:

Es geht um die Formulierung „… und für Miroslav Klose ein innerer Reichsparteitag. Daß der heute hier trifft…“ (man beachte bitte, daß Oliver Kahn hier nicht stutzt, sondern denn Sinn des Satzes erfasst, und den Gedanken weiterführt).

Nun, auf Twitter sind anscheinend überwiegend junge Leute unterwegs, die die Formulierung „innerer Reichsparteitag“ nicht kennen, aber „Reichsparteitag“ reflexartig als Nazi-Sprech identifizieren und sofort auf die Barrikaden gingen. Es wurden Facebook-Gruppen gebildet, sich echauffierende Blogposts verfasst und sogar eine Copy&Paste-Brief an die ZDF-Redaktion zur Verfügung gestellt.

Hach, wie einfach es doch ist, sich als guter Mensch zu geben.

Dumm ist nur, daß die Formulierung vom inneren Reichsparteitag eben nicht als Indikator für eine Nazigesinnung taugt.

Ganz im Gegenteil, sie ist im ursprünglichen Sinn sogar explizit als Distanzierung davon zu werten. Wer dazu Infos braucht, der kann gerne hier und hier darüber nachlesen.

Nun, möglicherweise ist die Aufregung ganz simpel darauf zurückzuführen, daß auf Twitter überwiegend junge Menschen unterwegs sind, von denen einige ganz heiß auf einen respektablen Shitstorm zu sein scheinen, und denen auch gewisse sprachliche und geschichtliche Kenntnisse abgehen.

Frau Katrin Müller-Hohenstein hat keinen Fehler gemacht. Sie hat vielleicht eine mittlerweile etwas unübliche Formulierung gebraucht, aber sie deswegen in die Nazi-Ecke stellen zu wollen, zeugt wohl eher von unglaublicher Blödheit.

48 Antworten to “innerer Reichsparteitag – Skandal der Ahnungslosen”

  1. Tante Christel said

    @princo
    Klasse Kommentar, dem man zu 100% zustimmen kann.

  2. Toller Kommentar! Bin gespannt, ob das morgen ein Echo in der Presse findet!

  3. Mein innerer Reichsparteitag….

    Wir hatten ja den Fernseher aus, aber per Twitter regen sich ja alle über Klose seinen inneren Reichsparteitag auf. Amüsant. Denn- Welcher Reichsparteitag mag denn gemeint sein? Der der NSDAP nach……

  4. ToKo said

    Gelungener und „aufklärender“ Beitrag, gefällt mir gut. Leider erst zu spät bemerkt, sonst hätte ich ihn bei mir auch verlinkt.

  5. princo said

    @ToKo: Gerne verlinke ich einfach deinen Blogbeitrag hier
    http://tokography.blogspot.com/2010/06/von-einem-inneren-reichsparteitag-und.html
    (es geht ja schließlich darum, eine breite Diskussion zu führen)

  6. […] oder von F!XMBR berechtigt, oder handelt es sich doch um einen Skandal der Ahnungslosen, wie Toms Wochenschau und ähnlich auch Stefan Niggemeier […]

  7. HeyHo said

    Schade, dass noch nicht mal das ZDF in der Lage war, seine Reporterin in dieser korrekten Form zu verteidigen!

  8. Sven said

    Ja, das ist mal wieder typisch deutsch, sowas.
    Du glaubst garnicht, wie ich mir seit gestern abend die Finger zusammenknoten muss, um nicht einen enormen Lacher abzulassen!:mrgreen:

    Scheinheilig (dumm) geht die Welt zugrunde, und die Deutschen führen das sinkende Schiff an – köstlich!🙂

    Da fällt mir nur mal wieder ein genialer Spruch von Nuhr ein… ^^

  9. princo said

    Sehr schöner Beitrag von Harald Schmidt zu diesem Thema:

  10. monologe said

    Naja, aber bei den Sparprogrammen, die geschnürt werden, ist es auch kein Wunder, dass sich das empörte arme Volk erst recht empört, wenn „Reich“ gesagt wird. Das zeugt doch wieder von seinem Gerechtigkeitssinn, auch die Bildungsarmut gerecht verteilt zu sehen. Klose, obwohl gewiss nur wenigstens an weltlichen Gütern reicher, sollte also einen inneren „Armparteitag“ empfinden, wenn schon.

  11. füms said

    Mindestens ebenso reflexartig vereinen sich viele Deutsche bei solchen Anlässen dazu, jegliche Nazi-Assoziationen als „Gutmenschentum“ abzutun. Das ähnelt dem Reflex, zu behaupten man habe ja nie und nimmer von den Ermordungen von Juden und anderen gewusst, obwohl das schon seit „Mein Kampf“ hätte klar sein müssen. Man will ja nichts auf die Goldwaage legen, schon gar nicht, wenn der Deutsche sich endlich mal so richtig deutsch fühlen kann. Ihr führt die Tradition weiter, herzlichen Glückwunsch.

  12. […] Quelle–> https://princo.wordpress.com/…/ […]

  13. princo said

    Ach „Füms“, das ist ein ganz billiger Versuch mir Dinge zu unterstellen, die ich gar nicht gesagt habe.
    Hier geht es um Sprachmanipulation in Verbindung mit Unwissenheit (ohne die eine solche Manipulation auch gar nicht möglich wäre).
    Deine von dir ins Spiel gebrachte Analogie zur Leugnung des Holocausts finde ich mehr als unpassend.

  14. Jens said

    @Füms: Du hast anscheinend überhaupt nicht kapiert, worum es geht, oder? Das Zitat ist eine Parodie. Eine Verballhornung. Eben genau das Gegenteil von Nazisprech. Meine Güte, es ist ja nicht schlimm, mal was nicht zu wissen, aber dann informiert man sich halt mal. Zum Beispiel in wissenschaftlichen Quellen wie z.B. einem Standardwerk der Germanistik, in der das erklärt wird:
    (Röhrich, Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Bandd 5, S. 1682):
    Eintrag ‚Volksfest‘:
    Es ist mir ein Volksfest, ironische Verstärkung der Wendung ›Es ist mir ein Vergnügen‹, ›Es ist mir angenehm‹, ›Es freut mich sehr‹; ebenso: ›Es ist mir ein innerer Reichsparteitag‹ oder ›Es ist mir ein innerer Vorbeimarsch‹, mit parodistischer Beziehung auf die bombastischen Reichsparteitage der Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren aufgekommen.“

  15. […] Niggemeier, der eigentlich alles zum Thema gesagt hat. Schön ist auch der Beitrag in der taz. princo.wordpress.com weist darauf hin, dass “die Formulierung vom inneren Reichsparteitag eben nicht als […]

  16. Sven said

    Harald Schmidt – großartiger Mensch. Leider wird auch er nur allzugern als Mensch dargestellt, der ausser Spot nichts kann. Liegt wohl auch an den Menschen, welche nicht mehr mitdenken wollen, wenn der gegenüber etwas sagt. Hauptsache dagegen sein…ganz großer Volksport.

  17. Glamypunk said

    Der Ahnungslose ist der Verfasser dieses Artikels, so wie KMH den Begriff „innerer Reichsparteitag“ hier verwandt hat, spricht sie von einer euphorischen Erleichterung, also geradezu 100% deckungsgleich mit dem Gefühl, dass Nürnberg zum überwiegenden Teil ergriffen hat. Es ist übel, wie abgestumpft ein Großteil der deutschen Bevölkerung bereits ist, dass nicht zu erkennen und in der Verherrlichung des Nationalsozialismus offensichtlich etwas völlig normales zu sehen. Jüngeren Menschen schlechtere historische Kenntnisse zu unterstellen, zeugt ebenfalls nicht von gutem Stil. Ich bin übrigens 47 und in mehren sozialen Netzwerken wie Twitter unterwegs. Dieser Artikel stellt eine Beleidigung meines Sprachgefühls, meiner historischen Kenntnisse und meines Intellekts allgemein dar.

  18. bee said

    Was einem ja doch so ein halbes Lächeln aufs Gesicht zaubern kann, sind die geschätzten 174% historische Linguisten (gestern allesamt Strafrechtler von der Barbara-Salesch-Universität, vorgestern vermutlich anorganische Mathematik an der Volkshochschule Lummerland studiert), die aus dem Nichts auftauchen, ihren verbalen Auswurf hinterlassen und sich wieder verkrümeln. Kleine, pöbelnde Männerchen, die eine Stammtischwissenschaft verbreiten, deren Belege zwar fehlen, die aber trotzdem nur bis halb vier gilt. Von jeder Sachkenntnis ungetrübt, ihr Weltbild wird nicht durch Tatsachen beeinträchtigt, und wenn’s mal nicht passt, sind mindestens die anderen schuld.

    Man muss das in diesem Land aussprechen, auch dann, wenn es unangenehm ist: ja, eine gewisse Gesellschaftsschicht verdeppt.

  19. mrschtief said

    wo ist der flattr button?

  20. honigmann said

    ….gibt es eigentlich nur noch „gehirngewaschene“ Mitmenschen?

    Man glaubt es doch nicht, was für ein Theater deswegen gemacht wird.

    Man, man, ist das arm….
    .

  21. Ich versteh das ganze Theater auch nicht. Ein Zusammenhang zur NS-Zeit ist natürlich üüüüberhaupt nicht erkennbar (merke: nicht Nazigesinnung). Und demnächst drohen wir den Kindern auch wieder mit der Gaskammer, wenn sie nicht artig sind. Ist doch alles halb so schlimm, und wem das nicht passt, der ist eh bloß ein blöder Gutmensch.

    Im Übrigen können mich die ganzen Schlechtmenschen (ist doch das Gegenteil von Gutmensch, oder?), die es toll finden, schwul und Neger als Schimpfwort und den Reichsparteitag als Synonym für große Freude zu verwenden, mal achtkantig.

  22. rauskucker said

    Schmidt ist in dem Video da oben einfach wunderbar. Da steckt eigentlich alles drin, was dazu zu sagen ist. „Es hängt doch nicht an dem Begriff.“
    (Nur das Publikum klatscht manchmal an den verkehrten Stellen.)

  23. Lieschen Müller said

    Danke für Dein State, glamypunk! Es widert einen an, was im Zuge dieser sprachlichen Entgleisung so alles aus den Löchern kriecht. Mal wieder eine gute Gelegenheit, auf die vermeintlichen „Gutmenschen“ oder wahlweise PC-Deppen usw. einzudreschen, was Leute? Wir sind auf nichts so stolz, wie darauf, keine Haltung zu haben. KMH hat den Spruch keinesfalls ironisch gebraucht, sie ist auch keine Kabarettisten wie Schmidt, sondern eine hochbezahlte TV-Journalistin, der man mehr Fingerspitzengefühl zugetraut hat. Ich gehe dann mal, einen Negerkuss essen oder einen Neger aufklatschen, wie auch immer, ist doch bloß SPRACHE, vielleicht rege ich mich auch nur bis zur Vergasung auf?

  24. aquariagermania said

    Leute ist das schräg,

    das erinnert mich total an dieses Video

    Gruß an alle Pseudobetroffenen

  25. […] immer… – haben Hochkonjunktur. Eine nicht geringe Anzahl an Blogs verdankt auch dem reflexartigen Aufjaulen bei jeglicher als solcher wahrgenommenen Form des Beharrens auf Mindeststandards in Kommunikation […]

  26. princo said

    @Glamypunk: Zitat:

    Dieser Artikel stellt eine Beleidigung meines Sprachgefühls, meiner historischen Kenntnisse und meines Intellekts allgemein dar.

    Deine Tweets sprechen für sich:
    http://twitter.com/Glamypunk/status/16165160016

    @Lieschen Müller: Im Gegensatz zu Frau Katrin Müller-Hohenstein verwendest du und dein(e) Kollege/Kollegin Glamypunk tatsächlich Nazi-Vokabular. Weitere Diskussion erübrigt sich.

  27. unübliche Formulierung:

    Leute ab 40 in z. B. NRW kennen die Redewendung. Sie wird nicht mehr so oft benutzt wie vor 10 oder 20 Jahren, gilt aber keineswegs als unüblich und schon gar nicht als braun angehaucht.

    Zumindest nicht, in der Gegend und in den Kreisen, wo ich unterwegs war, bevor ich NRW verließ.

  28. maik said

    …ist doch bloß SPRACHE, vielleicht rege ich mich auch nur bis zur Vergasung auf?

    Gutes Stichwort! Darf ich dann auch nicht mehr „durch den Rost fallen“ oder „bis zur Vergasung rennen“ sagen? Den Begriff „Autobahn“ ändert man am besten auch in „mehrspurige Fernstrasse“ um. Wer „Jude“ sagt, denkt in erster Linie natürlich an ein Schimpfwort, bei „Russe“ ist es ähnlich.

    „Jedem das seine“ ist aus dem deutschen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Warum regt sich da niemand auf? Vielleicht weil es die Leute, die hier am „lautesten“ kommentieren, selber nutzen?

  29. princo said

    Ich weiß ja nicht, ob diese Diskussion sich noch wesentlich weiterentwickelt, aber ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß ich explizit nur die Formulierung vom „inneren Parteitag“ thematisiert habe.

    Natürlich kann man sich auch trefflich über andere Formulierungen streiten, aber das würde die Diskussion an dieser Stelle zerfasern. Im Übrigen bin ich der Auffassung, daß es durchaus Formulierungen gibt, welche man wirklich nicht verwenden sollte, weil sie tatsächlich negativ besetzt sind.

    An dieser Stelle geht es aber nur um den „inneren Reichsparteitag“, wie es oben dargelegt wurde.

    Hier gibt es ein Radiointerview mit einem bekannten Sprachforscher, welcher zu dem Begriff befragt wurde:
    http://www.mdr.de/nachrichten/7412095.html

    Bei Jens Scholz gibt es auch eine gute Bearbeitung des Themas:
    http://jensscholz.com/index.php/2010/06/14/mein-innerer-reichstagsbrand

  30. […] innerer Reichsparteitag – Skandal der Ahnungslosen Während der Halbzeitpause des WM-Vorrundenspiels Schland gegen Australien benutzte die ZDF-Moderatorin Katrin […] […]

  31. earthwitch said

    Nun, es lässt sich sicherlich noch lange darüber streiten, ob „innerer Reichsparteitag“ eine harmlose Entgleisung oder ein Affront war. Das liegt sicherlich auch daran, welchen Bezug man selbst zu dem jeweiligen Wort hat. Den „Reichsparteitag“ hat sogar die „Welt“ in Ihren Artikeln, zumindest bis 2008, gebraucht, ohne das sich jemand aufregte.

    Aber die Aufregung, dass ist eine Aufregung wert. Da wird jemand an den Pranger gestellt, der etwas gesagt hat, was er höchstwahrscheinlich nicht so meinte, wie die Ankläger es unterstellen. Jemand wird für ein gesprochenes Wort angeprangert! Bitteschön! Diese Aufregung gehört doch eher zu denen, die eben in jenem Geiste was tun, nicht sagen. Regt euch über die auf, die so HANDELN! Und das womöglich stumm. Aber nein, das Volk sieht rot, hat da jemand was Ungebührliches gesagt. Seltsamer Weise fühlt sich die Masse dadurch nicht brüskiert. Sind das alles Nazis und Sympathisanten? An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, nicht an Sprüchen, die sie vielleicht aus Unwissenheit ablassen.

    Warum regt uns das Wort „Reichsparteitag“ auf? Weil einige darin eine Verherrlichung der Nazis sehen. Aha. Gut, wenn die Schuldige die Nazis verherrlicht, rege ich mich gern mit auf. Bisher kann ich das nicht erkennen. Wer sich wegen diesem Satz bis zur Petition bewegen lässt (es soll solche Seiten schon geben), der sollte sich meiner Meinung nach doch mehr gegen die wahren Aufhetzer in diesem Land engagieren. Die „Bild“ hinterlässt mehr verbrannte Erde und (zu Unrecht) vernichtete Existenzen am Tag, als die gute Reporterin in ihren Beiträgen überhaupt erwähnen könnte.

    Meine Güte! Es gibt wirklich Schlimmeres! Jeden Tag, direkt vor der Haustür. Reden, hinter denen auch Absicht steckt, Taten die unglaublich sind. Vielleicht sollten einige mal ihr Feindbild überdenken.

  32. Ihr, dein, mein, unser innerer Reichsparteitag……

    Liebe aufgeregte und sich auch wieder beruhigende RedensartFußballGemeinde, unglaublich wie das ZNDF (die Bedeutung von N kann sich jeder aussuchen) diese propagandistische Sportmoderatorin Müller-Hohenstein überhaupt auf den Sender heben konnte und so…

  33. bdanneberg said

    http://gottesteufel.wordpress.com/2010/06/15/gottes-teufel-iv-doppelmoral-der-neo-inquisitoren/

  34. sayadin said

    Ach jetzt haben sie sich wieder…

  35. Martin said

    Leute die wegen eines solchen Satzes sogar eine Petition auf dem Weg bringen, machen sich einfach nur lächerlich und unglaubwürdig. Sogar der Zentralrat der Juden hat heute KMH verteidigt http://www.digitalfernsehen.de/news/news_921324.html.

  36. Andreas said

    Mein Gott! Worüber sich wieder alle aufregen! Haben wir in Deutschland keine größeren Probleme? Und der „innere Reichsparteitag“ ist doch wirklich mittlerweile ein so genanntes „geflügeltes Wort“ … so oft, wie ich das bereits verwendet habe, müsste ich – wenn es „Nazisprech“ wäre – wahrscheinlich in der Uniform eines Propagandaministers durch Deutschland laufen! Dabei trage ich „nur“ Jeans und T-Shirts! *kopfschüttel*

  37. carluv said

    Gerade hat Béla Réthy (40. Minute Brasilien-Nordkorea) vom „brasilianischen Sturmführer“ gesprochen bzw. sich versprochen. Die nächste Aufregung ist garantiert.

  38. Bern said

    Die ganze Nation ist doch ständig aufgefordert, „wider das Vergessen“ zu arbeiten. Da muß auch einmal an „inneren Reichsparteitag“ erinnert werden! Die Diskussion zeigt, der Begriff war überfällig und wird jetzt aufgefrischt, seine Bedeutung erläutert. Der Mangel liegt nur darin, nicht erklärt zu haben, welcher Reichtstag, welche Partei gemeint war. Hier sollte nachgebessert werden.

  39. princo said

    @Bern: Im konkreten Fall war weder ein bestimmter Reichstag, noch eine bestimmte Partei gemeint. Es wurde nur ein Gefühl beschrieben.

  40. Albèrt said

    Ihr scheiss deutsche. Ihr seid alles Nazis. Was soll das hinteheltige Formulierung, wie z. B.: „Sturmführer der Brasilianer“ oder „innerer Reichsparteitag“???

    Deutsche können sich nie ändern. Ihr alles Nazis!

  41. Anonymous said

    Die Lady geht sowieso überhaupt nicht-kann gern ausgetauscht werden!!!

  42. Anonymous 2 said

    Solche aussagen verteidigen nur Nazis.
    Es gibt auch genug Leute die erklären das es den Holocaust nicht gegeben hat.

    Jetzt kommen halt Leute dazu die einem erklären das innerer Reichsparteitag gegen Nazis ist.
    Und naja,das Kahn nicht gestutzt hat,der war halt lange zeit in münchen verbracht,und da ist halt die csu an der macht.

  43. Nürnberg said

    Warum wurde dann Horst Köhler „weggespiegelt“ ? Andere Leute sind für weniger gegangen [worden], z.B. für Autobahn (ohne „Reichs“). Reichsparteitage waren in Nürnberg – egal ob inner-oder äußerlich…
    …sonnst können sich mal all bei Hitler bedanken – was würde ohne ihn alles nicht geschrieben, gesagt, verfilmt und sonst was verzapgt…

  44. princo said

    @Anonymous 2: Noch dicker hattest du es wohl nicht gerade?:
    „Solche aussagen verteidigen nur Nazis.“
    Das ist natürlich falsch, denn dieser Ansicht sind namhafte Sprachforscher (siehe http://www.mdr.de/nachrichten/7412095.html ).
    Es kann natürlich sein, daß dieser Mensch ein Nazi ist, genauso kann es natürlich sein, daß wir alle Nazis sind.

    Da machst du es dir natürlich extrem einfach. Im Zweifelsfall einfach das Gegenüber als Nazi bezeichnen, derjenige kann sich ja auch kaum dagegen wehren.

    Was du nicht gemerkt hast, ist daß dieser Artikel sich genau gegen solche Manipulationen, wie du sie hier versuchst, wendet.

    Deine Erwähnung von München „und da ist halt die csu an der macht.“ ist übrigens von ähnlichem „Wissen“ geprägt: In München ist nämlich die SPD an der Macht, du Doof!

    Und das seit 1948 fast ununterbrochen (bis auf 1978-1984).

    Aber laß dich von solchen dummen Fakten nicht durcheinanderbringen. Du machst das prima.

  45. Anonymous 2 said

    Und das seit 1948 fast ununterbrochen (bis auf 1978-1984).
    —–
    Ministerpräsident: Horst Seehofer (CSU)
    Regierende Parteien: CSU/FDP

    Sitzverteilung im Landtag: CSU 92
    SPD 39
    Freie Wähler 20
    B’90/Grüne 19
    FDP 16
    fraktionslos 1
    Letzte Wahl: 28. September 2008
    Nächste Wahl: 2013

    Quelle:wikipedia
    So viel dazu.

  46. princo said

    @Anonymous 2: Schön, das sind die Verhältnisse im bayrischen Landtag, aber es ging dir doch zuerst um die Stadt München.

    Vielleicht kannst du dich ja mal entscheiden. Außerdem wäre es hilfreich, wenn du erklären würdest, was das überhaupt aussagen soll.

    Ansonsten: Schleich dich. Saupreiß, innerer.😈

  47. […] seh ich das wie princo, Stefan Niggemeier und den vielen anderen, die mit Sprache umgehen […]

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