Die Memoiren des Josh K. Phisher

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Die Guttenberg-Demo in Berlin, 05.03.2011

Posted by princo - 07.03.2011


Unter Ganoven gibt es so etwas wie einen Ehrenkodex, daher war es für mich selbstverständlich, die Guttenberg-Unterstützerdemo zu besuchen.

Leider hatte sich mein Demo-Buddy mal wieder die Lichter ausgeknipst, und so war ich dort ganz auf mich alleine gestellt, was das Photographieren und Filmen betraf. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die ganzen Gerätschaften wechselseitig in Betrieb zu nehmen, und wieder ordentlich zu verstauen.

Bei solchen Demos gibt es immer sehr schöne Photo-Motive, aber es passieren eben auch tolle Sachen, die man auf Video bannen kann. Groß ist die Chance, daß einem eine wichtige Szene durch die Lappen geht.

Wie der Zufall so spielt, hatte ich im passenden Augenblick gerade die Videokamera im Anschlag, und konnte die nachfolgende epische Szene dokumentieren.

Es handelt sich um ein Interview, welches der Anmelder der Demonstration einer Reporterin gab. Ich komme zwar erst jetzt dazu, darüber einen eigenen Blogeintrag zu schreiben, aber das Video ist schon seit Samstagabend online, und zählt derzeit zu den beliebtesten Videos in der Kategorie „Nachrichten & Politik“ auf YouTube, es wird auch auf vielen anderen Webseiten präsentiert, und heftigst kommentiert.

(DirektInterview)

Aus gegebenen Anlaß möchte ich eindringlich auf die Kommentare zu diesem Video verweisen. Die Gesamtliste findet ihr HIER. Dort geht der ganze Spaß nämlich in eine weitere Runde.

Wer ist Holgi?

Der nette junge Mann läßt am Ende der Befragung Grüße an einen Holgi ausrichten. Wer Holgi ist, und warum er ihn grüßt, das müßt ihr schon selbst herausfinden, aber als kleine Hilfestellung könnt ihr euch ja diesen Beitrag reinziehen.

Der Zusammenhalt

Bemerkenswert war die Wärme und Herzlichkeit der Demonstranten untereinander, wie man sie anscheinend nur unter den Anhängern von Karl Theodor zu Guttenberg findet. Als ein Beispiel von vielen möchte ich diese rührende Szene herausgreifen: Ein älteres Paar stand etwas einsam inmitten der Menge. Mit so vielen jungen Leuten hatten sie wohl nicht gerechnet, und es hatte den Anschein, als ob ihnen nicht so ganz wohl in ihrer Haut war:

Wie konnte man diese Leute aufmuntern?

Die Lösung war einfach und naheliegend: Man drückte ihnen ein paar Demoplakate in die Hand:

Das war die Freude aber groß!

Weiteres:

Hier eine kleine Linkliste mit Hintergrundinformationen zu dieser Demo:

Bilder, Videos:

Ich habe noch haufenweise Bilder und einige Videos von der Demo. Möglicherweise hänge ich die hier noch ran.

vorläufiges Fazit

Es ist sehr schön, zu sehen, wie eine Protestbewegung ihren Weg vom Internet (Facebook und so) auf die Straße findet. Es gibt natürlich Veschwörungstheoretiker, die der irrigen Meinung sind, daß diese Pro-Guttenberg-Demos reine Spaß-Inszenierungen seien, aber die sind ja nur neidisch. Wer auf der Demo war, konnte sich sein eigenes Bild darüber machen. Es ist einfach abstrus zu behaupten, daß eine solche Demo von Guttenberg-Gegnern angemeldet worden ist. Welchen Vorteil hätten sie denn davon?

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7 Antworten to “Die Guttenberg-Demo in Berlin, 05.03.2011”

  1. Sven said

    Also, dieser Alexander Müller, welcher in der Verschwörungspresse nicht namntlich genannt werden will und deshalb auch seinen Namen nennt, weil er ja gerade an seiner Doktorarbeit schreibt, jagt mir echte Panikanfälle ein!
    Nicht nur, dass man wunderbar die gesellschaftliche Totalverblödung in diesem Video erkennen kann, nein, noch erschreckender ist es zu erkennen, nach welchen Kriterien offensichtlich Politiker gewählt werden.

    Sollte ich später meinem Sohn mal erklären müssen, warum es mit Deutschland kontinuierlich bergab geht, zeige ich ihm wohl als erstes dieses Video … das ist nahezu selbsterklärend. #armes #deutschland

  2. daRONN said

    Der verlinkte Artikel bei welt.de is ja mahl mehr als hammer… 🙂
    Ich wähle grundsätzlich auch nur mir optisch angenehme und charakterlich sympathische Politiker. Sollen die doch Gutti klonen und in 25 Jahren dann nochmal einen Versuch starten lassen. Dann kann er die Doktorarbeit dann auch selbst schreiben und mit Unmengen Fußnoten versehen. Zweiter Anlauf sozusagen.

  3. Werdrachin said

    Die Kommentare sind fast noch lustiger als das Video. Die Wirklichkeit ist eben manchmal noch viel überzogener als die gekonnteste Satire. Unentschieden, ob ich darob verzweifeln oder lachen soll, habe ich mich für´s Lachen entschieden.

  4. […] der Drummer war  schon ziemlich klasse. Nachtrag: und was da im Hintergrund mit der angeblichen „Pro-“ Guttenberg Demo  in Berlin gelaufen ist, ist auch sehr witzig […]

  5. Beate said

    Der eine hat die Aufschrift „Ein Volk, Ein Reich, Ein Doktor“.
    Das sind doch keine Befürworter, vor allem weil doch Guttenberg ja kein richtiger Doktor ist.
    Achtet mal auf 1:08 bis 1:18 bei „Linke Presse“ drehen sich alle in seine Richtung 😀

  6. Christian Alexander Tietgen said

    Hahaha, was für ein Komödiant.

  7. Sehr nice…

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